Kisten packen

So ein Umzug hat ja bekanntermaßen zwei Seiten. Die schlechte kommt immer zuerst: Kisten ordentlich verpacken, damit man am Ende wieder alles findet, Hausstand ausmisten und natürlich Umzugskartons schleppen.

Damit nicht genug: Zum Schluss muss ja alles ausgepackt werden und zwar möglichst schnell. Klingt anstrengend, aber zum Glück gibt es die schöne Seite, die für alles entschädigt: Die Aussicht auf eine neue, vielleicht größere Unterkunft, mit einer besonders schönen Aussicht oder sogar die erste eigene Bude.

Die hat jetzt die städtische Kita Kunterbunt bekommen. Die Vorbereitungen waren sicherlich aufregend für die Kinder: Gemeinsam packen und erste verstohlene Blicke auf den neuen Kindergarten werfen, bevor diese Woche das ehemaligen SGF-Gebäude belebt wird.

Der Auszug der einen ist der Einzug der anderen. Denn trotz der neuen Kita bleibt die sogenannte Übergangslösung am Kalander weiter bestehen. Die nächsten Kinder sind auch schon längst eingezogen.

Nicht so viel Spaß am Umzug wie die Kinder hätte Bürgermeister Robert Pötzsch. Er ist da eher der standorttreue -Typ. Landratsamt? Landtag? Bundestag? Ist nichts für ihn, hat er bei der Nominierungsversammlung der UWG klargemacht. Ihm wäre es am liebsten, wenn seine Sachen nach der Kommunalwahl dort bleiben könnten, wo sie jetzt sind. Im Bürgermeisterbüro, im zweiten Stock des Rathauses. Das Kistenpacken und das Schleppen würde sich dann erübrigen.

Kistenschleppen als Trainingsmethode hätte Susi Czerny sicher nicht so weit gebracht. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen – da braucht es schon eine intensivere Vorbereitung – innen wie außen. Denn ein innerer Schweinehund lässt sich nicht so weit prügeln.

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