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Nach Wasserschäden

Bauarbeiter steigen Kirche aufs Dach: Sanierung von Maria Schutz in Waldkraiburg beginnt

Es ist angerichtet: Die dringend notwendige Dachsanierung der Kirche Maria Schutz kann beginnen. Wenn alles gut läuft, kann die Gemeinde nach langer Pause an Pfingsten wieder Gottesdienst in ihrer Kirche feiern.
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Es ist angerichtet: Die dringend notwendige Dachsanierung der Kirche Maria Schutz kann beginnen. Wenn alles gut läuft, kann die Gemeinde nach langer Pause an Pfingsten wieder Gottesdienst in ihrer Kirche feiern.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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  • Raphaela Lohmann
    Raphaela Lohmann
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Seit Juli 2020 war die Kirche Maria Schutz in Waldkraiburg für die Gemeinde gesperrt. Jetzt steigen die Bauarbeiter der Kirche aufs Dach, um die dringend notwendige Sanierung in Angriff zu nehmen.

Waldkraiburg – Seit einem Dreivierteljahr ist die Kirche Maria Schutz wegen erheblicher Schäden an der Dachkonstruktion geschlossen. Die Gemeinde musste mit den Gottesdiensten in den Pfarrsaal ausweichen und bekam an den Hochfesten Weihnachten und Ostern Asyl in der benachbarten Realschulaula.

„Jetzt beginnt die Dachsanierung“, bestätigt Kirchenpfleger Udo Kesselgruber. Wenn alles gut läuft, könnten die Christen von Maria Schutz an Pfingsten wieder daheim Eucharistie feiern.

Statiker: Stabilität gefährdet

Geschlossen war die 1976 erbaute Kirche schon seit Ende Juli 2020. Wegen Schäden in der Dachfolie war schon Monate zuvor Wasser in die Konstruktion eingetreten. Die Hoffnung, das Problem lasse sich in wenigen Wochen beheben, zerschlug sich sehr bald.

Nach Untersuchungen durch Fachleute ordnete das Ordinariat die Sperrung des Gotteshauses an. Die Dämmung habe sich bereits mit Wasser vollgesaugt. Zusammen mit der hohen Kieslast könnte die Stabilität des Flachdachs gefährdet sein, begründete Pressesprecher Hendrik Steffens die Entscheidung. Weil geeignete Baufirmen völlig ausgelastet waren, war eine zeitnahe Sanierung kurzfristig nicht mehr zu organisieren.

Drei Varianten standen zur Wahl

Die wird jetzt in Angriff genommen. Die Baustelle ist schon eingerichtet und über die Sanierungsvariante, die zum Tragen kommen soll, ist längst entschieden. Drei Möglichkeiten habe Architekt Frieder Lohmann der Kirchenverwaltung vorgeschlagen, so Kirchenpfleger Kesselgruber.

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Die Variante 1, das Dach mit einer neuen Folie wieder vollkommen abzudichten, hat das Gremium verworfen. Nur rund 25 Jahre würde diese gut 250.000 Euro teuere Lösung halten, so die Prognose. Das war der Grund, sich dagegen zu entscheiden.

Dachsanierung kostet 330.000 Euro

Mit einer deutlich längeren Lebensdauer, etwa 50 Jahre, rechnen die Experten bei der Variante 2: Auch hier wird das Dach mit Folie abgedichtet, aber mit Edelstahl überzogen und einer leichten Neigung versehen. Rund 330.000 Euro kostet die Lösung, für die sich die Kirchenverwaltung ausgesprochen hat. Den Löwenanteil der Summe übernimmt das Ordinariat. Die Gemeinde muss mit einem Eigenanteil von 45.000 Euro rechnen, „mit Tendenz nach oben“. 50.000 Euro werden es wohl werden, glaubt der Kirchenpfleger, der auf Spenden aus der Gemeinde und der Wirtschaft hofft.

Walmdachkonstruktion wäre zu teuer

Nicht zum Zuge kommt eine dritte Variante mit einer Walmdachkonstruktion. Diese ist mit geschätzten Kosten von 500.000 Euro nicht nur die teuerste Variante, sondern würde auch das Erscheinungsbild der Kirche verändern.

Jetzt steigen die Bauarbeiter der Kirche aufs Dach. Kurz vor Pfingsten könnte die Sanierung bei einem günstigen Verlauf der Arbeiten abgeschlossen sein. Bis dahin müssen sich die Gottesdienstbesucher mit einem Handicap arrangieren. Der Bauzaun versperrt den Zugang zum Pfarrsaal, der nur über den Weg in Richtung Gymnasium möglich ist. Wenn der Zaun zur Gottesdienstzeit leicht versetzt wird, bleibt aber ein Durchgang von etwa zwei Metern.

Die Kirchenbesucher sind Provisorien von den vergangenen Monaten gewöhnt und haben sich relativ gut zurechtgefunden, findet Kesselgruber. In der Pausenhalle der Realschule, die der Landkreis der Gemeinde für die Gottesdienste an Hochfesten zur Verfügung stellte, sei man trotz Corona „sehr gut zurechtgekommen“.

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