Die Kirche ist immer neu zu reformieren

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In einer Zeit unerhörter Missstände in der Kirche, (die Ablasspredigten von Geldeintreibern waren nur die Spitze des Eisberges) war es Martin Luther, ein gelehrter Mönch, der dies öffentlich anprangerte und mit seinen Thesen berechtigte „Reformen“ eingefordert hatte.

Leider wurde Luther seitens der zuständigen Kirchenvertreter in Rom und Deutschland in seiner Bedeutung verkannt und die Notwendigkeit von Veränderungen verdrängt, was zur Trennung der bis dahin in Deutschland einigen Christen führte.

Viel zu spät hat dann auch Rom erkannt, dass das Anliegen Luthers berechtigt war und somit auch die katholische Kirche in einer Reihe von Konzilen notwendige Reformen durchgeführt. Heute wissen wir auch als Katholiken, dass die Kirche immer neu zu reformieren ist, wie dies das II. Vatikanische Konzil – „Ecclesia semper reformanda est!“ – verkündet hat.

Die Christen verdanken Martin Luther die erste Übersetzung der Heiligen Schrift in die deutsche Sprache; dadurch eröffnete er allen Lesern einen ganz neuen „unmittelbaren“ Zugang zum Evangelium Jesu Christi.

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