Keine Fehler gemacht

Waldkraiburg – Mit der Entsorgung von Asbest haben die Kostenmehrungen beim Abbruch der ehemaligen Stadtbau-Häuser im Adalbert-Stifter-Weg nichts zu tun.

Das stellt Loredana Pacello, Inhaberin der Abbruchfirma, in einer Stellungnahme zu einem Bericht in der Donnerstagsausgabe klar. Die Asbestbelastung an der Außenfassade sei bei der Vergabe bereits bekannt und eingerechnet gewesen.

Die Kostensteigerung von 24 000 Euro gegenüber der Vergabesumme von 45 000 Euro ist nach ihren Worten vielmehr „fast ausschließlich“ dadurch begründet, dass sich bei der Analyse des Bauschutts herausgestellt hat, dass das Material einer höheren Schadensklasse zuzuordnen ist. Konkret geht es um Hohlblocksteine in den Keller- und Außenwänden, die höhere Chrom-, Sulfat- und Chloridwerte aufwiesen und deren Entsorgung dadurch teuerer wurde. Das Baumaterial wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren hergestellt, also in jener Zeit, als Waldkraiburg besonders stark wuchs. Deshalb gebe es in der Stadt ein etwas höheres Risiko, auf diese Stoffe zu stoßen, als in anderen Städten. Allerdings habe es bei den Stichproben am Adalbert-Stifter-Weg im Vorfeld dafür keine Anzeichen gegeben. Weder die Stadt noch die Firma hätten also Fehler gemacht, so Pacello. „Wir können nicht den kompletten Putz runterdonnern und beproben.“ hg

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