Keine Eiszeit: Wasserschaden legt Kältetechnik der Eishalle in Waldkraiburg lahm

Die Schlittschuhemüssen dieses Wochenende in der Tasche. Nach einem Defekt an der Kälteanlage ist das Eis nicht hart genug, sodass Veranstaltungen wie die geplante Eisrevue der VfL-Eiskunstläufer stattfinden können. Ab Montag ist wieder ein eingeschränkter Betrieb möglich. Höpfinger
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Die Schlittschuhemüssen dieses Wochenende in der Tasche. Nach einem Defekt an der Kälteanlage ist das Eis nicht hart genug, sodass Veranstaltungen wie die geplante Eisrevue der VfL-Eiskunstläufer stattfinden können. Ab Montag ist wieder ein eingeschränkter Betrieb möglich. Höpfinger
  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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Unter der Eisfläche in der Raiffeisen Arena ist es nicht kalt genug. Ein Wasserschaden hat die Kälteanlage lahmgelegt. Damit fallen sämtliche Veranstaltungen in der Eissporthalle an diesem Wochenende aus. Ab Montag soll der Betrieb weitergehen – wenn auch zunächst nur eingeschränkt.

Waldkraiburg – Auf den ersten Blick ist alles so, wie es sein soll. Keine Pfützen auf dem Eis, das Eis hart, aber eben nicht hart genug. Wer auf dem Eis steht, merkt den Unterschied. An Schlittschuhlaufen oder gar ein Eishockeymatch ist an diesem Wochenende nicht zu denken.

"Ein minimaler Notbetrieb" bleibt in der Eishalle aufrecht

Was war passiert? Mittels zweier elektrischer Motoren wird je nach Bedarf Kühlmittel unters Eis gepumpt, das somit den Aufbau einer beständigen Eisschicht möglich macht. Ein Wasserschaden hat genau diese Motoren beschädigt, die Kälteverteilung war damit nicht mehr möglich und das Eis hat sich dadurch langsam erwärmt.

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Die Mitarbeiter der Stadtwerke und der Notdienst der Wartungsfirma haben sofort mit Hochdruck daran gearbeitet, die Motoren wieder zum Laufen zu bekommen. Bis zum Nachmittag ist es gelungen, dass einer der beiden Motoren wieder auf Handbetrieb läuft. „Ein minimaler Notbetrieb“, sagt Robert Kratzenberger, Bereichsleiter Sportanlagen bei den Stadtwerken. Damit ist sichergestellt, dass das Eis nicht auftaut. „Wir haben es geschafft, dass die Eisfläche nicht komplett neu aufgebaut werden muss.“

Fegen statt Eis aufbereiten in Waldkraiburg

Der momentane Eiserhaltungsbetrieb lässt es sogar zu, dass ab Montag, 2. Dezember, die Belegungen und öffentliche Läufe in der Raiffeisen Arena eingeschränkt stattfinden können. Zwischen den einzelnen Nutzergruppen wird die Eisfläche allerdings nur gefegt, eine Eisaufbereitung ist aufgrund der geringen Kälteleistung nicht möglich.

Erst zum Ende eines Lauftages wird das Eis aufbereitet, da über Nacht das Eis länger Zeit zum Gefrieren hat. Sollte das Wetter mit kalten Tagen helfen, wird auch tagsüber das Eis aufbereitet. Somit wird sich im Laufe des Tages ein Eislaufgefühl wie auf einer Natureisfläche einstellen. Nach aktuellem Stand kann der Spielbetrieb am kommenden Wochenende wieder wie geplant starten.

Kein vergleichbarer Fall in einer Eishalle bekannt

Ein vergleichbarer Fall ist Robert Kratzenberg nicht bekannt. Für die Verantwortlichen stellt sich die jetzt die Frage, wie sich künftig solche technischen Defekte schneller erkennen lassen. „In der Eissporthalle gibt es ein Warnsystem, doch in diesem Fall wurde kein Mitarbeiter von der Technik informiert.“ Eine Lücke in der Informationskette. Das soll sich aber ändern. „Wir entwickeln die Anlage permanent weiter“, sagt Kratzenberg. Dabei werde auf den Prüfstand gestellt, wo mehr Sicherheit, wo mehr Kontrolle benötigt werde.

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Mit maximaler Kraft haben die Mitarbeiter der Stadtwerke daran gearbeitet, die Kälteanlage wieder rechtzeitig instandzusetzen. Denn gerade dieses Wochenende war einiges in der Eissporthalle geplant. „Wir haben richtig Pech gehabt“, sagt Robert Kratzenberg. Denn an diesem Wochenende war einiges geplant in der Eissporthalle. Das Topspiel des EHC Waldkraiburg musste auf 13. Dezember verschoben werden, abgesagt wurden auch das Eisstocktraining und das Bundesliga-Spiel der Damen. Für die Eisrevue „Die Schöne und das Biest“ der Eiskunstläufer des VfL Waldkraiburg gibt es noch keinen Ersatztermin. Auf jeden Fall zu sehen ist das Programm am 11. Januar.

Aktuelle Infos gibt es als Aushang an der Eissporthalle oder auf der Homepage der Stadtwerke.

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