Keine Einwände gegen Bau eines BHKW auf Schlachthof-Gelände

Waldkraiburg – Anfang Juli hatte der Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss eine Stellungnahme zum geplanten Bau eines Blockheizkraftwerks auf dem Gelände des Schlachthofes zurückgestellt, weil noch einige Fragen offen waren (wir berichteten).

Drei Wochen später brachte Bürgermeister Robert Pötzsch per dringlicher Anordnung eine positive baurechtliche Stellungnahme zum immissionsschutzrechtlichen Verfahren beim Landratsamt auf den Weg. Das teilte er jetzt im Ferienausschuss mit.

In der Ausschusssitzung im Juli hatten einige Mitglieder den Einwand erhoben, dass die Stadtwerke selbst Interesse am Bau eines BHKW haben könnten. Eine Rückfrage bei der städtischen Gesellschaft hatte aber ergeben, dass die Stadtwerke kein Interesse daran haben, weil sich das BHKW auf einem Privatgrundstück der Firma Südfleisch befindet und nur für den Eigenbedarf des Schlachthofes benötigt wird. Eine Einspeisung an Fremdnutzer ist also nicht vorgesehen. Das neue BHKW ist außerdem nur der Ersatz für die bereits bestehende Anlage.

Ende Juli habe das Unternehmen in einem Gespräch mitgeteilt, dass es bereits eine Woche mit den Bauarbeiten im Verzug ist. Die Fertigstellung sei aber noch im Jahr 2016 vorgesehen, an diesen Termin sind auch Fördermittel geknüpft, so der Bürgermeister. „Es geht um viele hunderttausend Euro.“

Aufgrund des Zeitdrucks und weil eine außerordentliche Ausschusssitzung nicht mehr ordnungsgemäß einberufen werden konnte, hat der Bürgermeister anstelle des Stadtrates die positive Stellungnahme abgegeben, auch um finanzielle Nachteile von der Stadt abzuwenden. hg

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