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Kehrtwende zehn Tage vor dem endgültigen Aus?

Warum die Zukunft des Waldkraiburger Waldbades plötzlich wieder komplett offen ist

Alles wieder offen in Sachen Waldbad: Im Ferienausschuss wird über Kosten beraten.
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Alles wieder offen in Sachen Waldbad: Im Ferienausschuss wird über Kosten beraten.
  • Jörg Eschenfelder
    VonJörg Eschenfelder
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Offiziell wollte noch niemand Zahlen nennen und bestätigen. Aber so viel ist vor der Sitzung des Waldkraiburger Ferienausschusses sicher: Die Kosten für das neue Waldbad schießen durch die Decke - und seine Zukunft muss neu diskutiert werden. Auch weil jetzt noch eine ganz neue Hürde aufgetaucht ist.

WaldkraiburgEigentlich war das Schicksal des Waldbades in seiner jetzigen Form besiegelt. In zehn Tagen sollte es am 11. September nach 51 Jahren seine Tore endgültig schließen und die Abrisstrupps anrücken. Doch jetzt ist alles wieder offen.

Tagesordnungspunkt 15 mit Sprengkraft

Neue Kostenschätzungen und der Denkmalschutz werfen alles über den Haufen. Offizielle Informationen gibt es erst am Dienstag, 6. September, wenn der Ferienausschuss des Stadtrates ab 18 Uhr im Haus der Kultur tagt. Dabei hat der Tagesordnungspunkt 15 Sprengkraft: „Ersatzneubau Waldbad; Information aktueller Planungs- und Kostenstand, Kostenschätzung“. Gut unterrichtete Quellen haben bestätigt, dass sich die Kostenschätzungen von zuletzt 20 Millionen Euro noch einmal massiv erhöht haben. „Wir sprechen hier von Netto-Zahlen“, betonte Richard Fischer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat, wollte aber offiziell keine Zahl nennen.

Sanierung erscheint plötzlich realistisch

Die Quellen haben aber unabhängig voneinander bestätiget, dass die Kostensteigerungen so hoch sind , dass erneut zwischen einem Ersatzneubau und einer Sanierung abgewogen werden muss. „Die Sanierung erscheint mir aktuell realistischer“, meint Stadtrat Valentin Clemente (FDP) angesichts der ihm vorliegenden Zahlen. Clemente ist zugleich Vorsitzender des „Fördervereins Waldbad Waldkraiburg“. Für den Vorsitzenden der CSU-Fraktion im Stadtrat, Anton Sterr, hängt die Entscheidung über den künftigen Weg alleine von den Kosten ab. „Wir waren immer ergebnisoffen und sind es noch. Jetzt müssen erst einmal die Zahlen auf den Tisch. Dann entscheiden wir, wie es weitergeht.“

„Das Waldbad muss stehen bleiben“, erklärt Fischer und bringt eine schrittweise Sanierung ins Spiel. „Wir dürfen uns nicht kleinteilig zerstreiten“, warnt Stadtrat Christoph Arz (Grüne). „Wir müssen jetzt zusammenhalten und gemeinsam Lösungen finden.“

Für Sterr kommen die neuesten Zahlen nicht unerwartet: „Die Entwicklung kann aufgrund der Weltlage fast nicht mehr überraschen.“ Für Fischer ist das nur ein Teil; er macht auch eine „jahrelang verfehlte“ Haushaltspolitik verantwortlich. Die SPD hatte jüngst gegen die Genehmigung des Haushaltes eine Aufsichtsbeschwerde eingelegt. Dort war das Waldbad im April noch mit einem Investitionsvolumen von 14 Millionen Euro eingeplant.

Plötzlich mischt der Denkmalschutz mit

Wie zudem zu erfahren war, hat sich jetzt auch noch der Denkmalschutz eingeschaltet und prüft die Anlage. „Damit hätte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr gerechnet“, so Clemente.

Ein Abriss könnte daher wieder vom Tisch verschwinden. Derzeit wird geprüft, wie es weiter geht. Das beinhaltet auch einen weiteren Badebetrieb im Waldbad. „Am Dienstag gibt es erst einmal nur die Information“, so Clemente. „Die Entscheidungen wird der Stadtrat dann im Laufe des Jahres fällen.“ Bürgermeister Robert Pötzsch wollte sich vor der Sitzung dazu öffentlich nicht äußern.

Als Vorsitzender des Fördervereins ist Clemente jedoch davon überzeugt, dass alle an dem Ziel festhalten, an dem jetzigen Standort das Angebot eines Freizeitbades mit Sportbecken und Sprungturm zu erhalten.

Weitere Themen im Ferienausschuss

Bevor es zum Tagesordnungspunkt 15 kommt, beraten die Stadträte am Dienstag unter anderem über den Zuschuss-Antrag der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde, um in der Käthe-Luther-Kindertagesstätte eine Kindergartengruppe in eine Kinderkrippengruppe umzuwandeln. Für die Bahnhofstraße liegt zudem ein Bauantrag eines Lebensmittelvollsortimenters vor.

Aufgrund des erwarteten Zuschauerinteresses tagt der Ferienausschuss im Großen Saal des Hauses der Kultur. Besucher werden um eine Voranmeldung unter 0 86 38 / 9 59 - 2 48 gebeten.

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