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Stadt will Energie-Zeichen setzen

Dunkle Weihnachten? Waldkraiburg will Weihnachtsbeleuchtung deutlich einschränken

Wenig Licht ins Dunkle bringt in der Weihnachtszeit die Stadt Waldkraiburg.
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Wenig Licht ins Dunkle bringt in der Weihnachtszeit die Stadt Waldkraiburg.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Die dunkle Zeit des Jahres kommt näher. Leuchtende Sterne, Figuren und Lichterketten bringen etwas Licht ins Dunkle. Doch sehr hell soll es dieses Jahr in Waldkraiburg nicht werden. Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich dafür ausgesprochen, größtenteils auf die Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten.

Waldkraiburg – Der Deutsche Städtetag fordert zum Energiesparen auf, um eine Gasmangellage im Winter zu vermeiden. Viele Möglichkeiten hat die Stadt nicht: Die Straßenbeleuchtung ist noch nicht auf LED umgestellt, Pläne dazu gibt es allerdings bereits.

Um Strom zu sparen, schaltet sich das Innenlicht im Rathaus bei genügend natürlicher Belichtung ab, die Raumtemperatur ist auf 19 Grad eingestellt, wie die Stadt auf Nachfrage mitteilt. Eine weitere Möglichkeit sind die Weihnachtsbeleuchtung und der Christkindlmarkt. „Die Frage ist: Soll der Christkindlmarkt stattfinden?“, sagte Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) in der Sitzung. Dazu hätte es aus den Fraktionen eine einhellige Meinung gegeben. In Verbindung damit das Signal, auf wesentliche Teile der Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten.

Christbäume sollen leuchten

An den Christbäumen will die Stadt festhalten. Die sollen in den Ortsteilen, beim Rathaus, Waldfriedhof und am Haus der Kultur aufgestellt werden. Des Weiteren ist geplant, die Baumbeleuchtung am Sartrouville-Platz und die Beleuchtung des Platanenhains zu betreiben. Aber nur während des Weihnachtsmarkts.

Keinen Christbaum soll es in Waldkraiburg-Süd, an der Bayernbrücke, am Goetheplatz und bei der AOK geben. Dunkel bleibt die Beleuchtung in den Geschäftsstraßen in der Innenstadt, am Haus des Buches und am Pavillon am Stadtpark.

Von mindestens 50 Prozent Stromeinsparung geht die Stadt aus. In Vollbetrieb kalkuliert die Stadt mit Finanzierungs-, Montage- und Reparaturkosten von rund 60.000 Euro. Reduziert man die Beleuchtung, fallen zwar die jährlichen Finanzierungskosten von rund 11.100 Euro weiterhin in voller Höhe an, die Montage- und Reparaturkosten reduzieren sich auf rund 13.500 Euro, sodass sich die veranschlagten Gesamtkosten um rund 35.700 Euro verringern

Wie stehen die Ausschussmitglieder zur reduzierten Beleuchtung? So ganz drauf verzichten will Karl-Heinz Stockerer (CSU) beispielsweise nicht. „Wir haben Krisenzeiten hinter uns und noch vor uns. Weihnachten ist eine Zeit mit viel Dunkelheit, die aber auch Hoffnung gibt“, sagte er. Vielleicht ließe sich die Beleuchtung reduziert in Betrieb nehmen, um Energie zu sparen und gleichzeitig an die Leute hier zu denken.

Doch weil die Beleuchtung mit den Straßenlampen gekoppelt ist, lässt sich die Beleuchtung weder dimmen noch verkürzen. Nur einzelne Straßen zu beleuchten, davon hält Schwunck nichts: „Das könnte Unmut bringen, weil bei einigen Geschäften eine Beleuchtung angebracht ist, bei anderen nicht.“

Für Frieder Vielsack (UWG) geht es bei der Entscheidung „nicht primär“ ums Geld, sondern ums Stromeinsparen. „Wir sollten nicht ganz darauf verzichten, aber in einem reduzierten Rahmen.“ Ein „bisschen Helligkeit im Dunkeln“ hingegen wünscht sich Fraktionskollege Johann Vetter. Dazu sollte man sich mit Mühldorf abstimmen. „Es wäre schlimm, wenn Mühldorf voll beleuchtet ist.“ Dem Vorschlag schloss sich auch Charlotte Konrad (CSU) an. Die Reduzierung der Beleuchtung ist „Symbolik“, viel werde dabei nicht eingespart. Man sollte im Blick haben, wie sich andere Gemeinden entscheiden.

Absprache mit anderen Gemeinden

Für Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) geht es um ein „symbolisches Zeichen“. So bewertete es auch Richard Fischer (SPD). Für Alternativen wie mit Weihnachtskugeln geschmückten Laternen, die Monika Ott ins Spiel brachte, ist laut Pötzsch „kein Geld da“. Außerdem sehe man im Dunkeln die Kugeln nicht.

Mit den drei Gegenstimmen der CSU sprach sich der Stadtentwicklungsausschuss für eine reduzierte Beleuchtung aus. Der Christkindlmarkt soll vom 1. bis 4. Dezember stattfinden.

Entscheidung steht noch aus

Die Stadt Mühldorf hat bislang noch keine Entscheidung zur Weihnachtsbeleuchtung getroffen. Das soll nächsten Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss passieren. Auch in Neumarkt-St. Veit steht eine Entscheidung noch aus.

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