Jugendsozialarbeit: Jetzt zeichnet sich Lösung für Beethovenschule in Waldkraiburg ab

Auch an der Grundschule in der Beethovenstraße soll eine Stelle für Jugendsozialarbeit eingerichtet werden. Derzeit gibt es dafür keinen Raum. Doch eine Übergangslösung sei gefunden, langfristig soll ein Anbau auch dieses Problem beheben, so Bürgermeister Robert Pötzsch.
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Auch an der Grundschule in der Beethovenstraße soll eine Stelle für Jugendsozialarbeit eingerichtet werden. Derzeit gibt es dafür keinen Raum. Doch eine Übergangslösung sei gefunden, langfristig soll ein Anbau auch dieses Problem beheben, so Bürgermeister Robert Pötzsch.

Zwei Jahre sind seit dem Antrag der Grundschule an der Beethovenstraße vergangen, doch erst jetzt zeichnet sich ab, dass im neuen Schuljahr auch an der dritten von vier Grundschulen in Waldkraiburg eine Stelle für Jugendsozialarbeit eingerichtet werden kann. Ein Problem gibt es allerdings noch.

Hans Grundner

Waldkraiburg – Der Finanzausschuss hat sich jedenfalls in der jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, den städtischen Kostenanteil für eine Teilzeitkraft zu übernehmen. Ein Problem gibt es noch: Im Schulhaus steht bislang kein Raum dafür zur Verfügung.

Frühestens ab 2021 gibt es Fördermittel Die beiden Waldkraiburger Mittelschulen sowie die Grundschulen an dere Dieselstraße und an der Graslitzer Straße setzen bereits auf Jugendsozialarbeit und machen gute Erfahrungen damit. Die Beethoven-Grundschule hätte gerne nachgezogen. Doch ihr Antrag vom September 2019, den die Stadt unterstützte, scheiterte im Herbst daran, dass im bayerischen Doppelhaushalt 2019/2020 Mittel für insgesamt 1000 Stellen der Jugendsozialarbeit an Schulen eingestellt, aber bereits ausgeschöpft waren.

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Frühestens ab 2021 stehen Fördergelder für die Jugendsozialarbeit an der Beethoven-Schule bereit. Diesmal will die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis, der Träger der Maßnahme ist und deshalb auch den Antrag zu stellen hat, zum Zug kommen. Eine Förderzusage der Regierung erwartet man im Herbst.

Pötzsch: Raumproblem kann gelöst werden

Die voraussichtlichen Gesamtkosten für eine Teilzeitkraft mit 19,5 Stunden und den Sachaufwand betragen abzüglich der Fördersumme der Regierung in Höhe von 8180 Euro pro Jahr rund 26 000 Euro, die sich je zur Hälfte Stadt und Landkreis teilen. Weil auch eine Erstausstattung des Büros notwendig ist, ist die Stadt bereit, bis zu 16 000 Euro einzubringen. So hat es der Finanzausschuss beschlossen.

Einen Haken hat die Geschichte noch. Wie Bürgermeister Robert Pötzsch einräumte, steht derzeit kein eigener Raum im Schulgebäude für die Jugendsozialarbeit zur Verfügung. Ein Büroraum für den Jugendsozialarbeiter, der auch als Besprechungsraum mit Eltern und Lehrern und Rückzugsmöglichkeit für Kinder genutzt werden kann, ist aber Voraussetzung.

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Das Problem soll behoben werden. Voraussichtlich im Ferienausschuss werde über einen Anbau an die Schule beraten. Planungskosten sind im Haushalt 2020 bereits eingestellt. Mit der Schule sei zudem eine Übergangslösung für die Sozialpädagogin gefunden, so Pötzsch.

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