Jubiläum: In 50 Jahren über eine halbe Million für Kranken-Pflege in und um Waldkraiburg

Die geehrten Vereinsmitglieder und die ehemaligen Pflegekräfte mit Zweitem Bürgermeister Richard Fischer (hinten von links), Pater Bernhard Stiegler, Altbürgermeister Siegfried Klika und Caritas-Geschäftsführer Richard Stefke.

Diese Zahl spricht Bände: Über eine halbe Million Euro haben die Mitglieder des KrankenPflegevereins Waldkraiburg für die ambulante Versorgung und Betreuung bis heute aufgebracht. Kürzlich feierte der Verein sein 50-jähriges Bestehen.

Waldkraiburg – „50 Jahre Dienst am Nächsten – Kranken-Pflegeverein e. V. Waldkraiburg 1969-2019“ – dieses Plakat am Altar machte beim Festgottesdienst die Bedeutung des Vereins deutlich. „Wir dürfen als Christen die Augen nicht verschließen – die Not ist weltweit und auch vor der Haustüre“, machte Pater Bernhard Stiegler deutlich. Caritas-Kreisgeschäftsführer Richard Stefke stellte heraus, dass jeder fünfte Rentner von Altersarmut betroffen sei. Es gelte, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die Not zu sehen und das Richtige zu tun.

Empathie – Sympathie – Achtsamkeit – Wachsamkeit

Gemeinsam gestalteten Stiegler und Stefke die Predigt und stellten dabei die enge Verbindung zwischen der Caritas und der Pionierarbeit des Kranken-Pflege-Vereins heraus. „Empathie – Sympathie – Achtsamkeit – Wachsamkeit“ waren die wichtigen Aspekte ihrer Ansprache. Eindrucksvoll gestalteten Katharina Wittmann und ihr Gesangspartner Tobias Gründl die Messfeier.

Gründungsmitglieder geehrt

Beim Stehempfangnahmen Pater Stiegler und Altbürgermeister Siegfried Klika, der das Fest vorbereitet hatte, die Ehrungen vor. Als Gründungsmitglieder wurden Roland Dobner mit Gattin und Inge Schauberger geehrt. Seit 50 Jahren sind Horst Hamm mit Gattin, Gertrud Lang, Uli Lode, Konrad Heinzel, Katherina Weiss sowie Gisela Fischer, Dr. Siegfried Jagella und Dietfried Lode dabei. Mit Blumen wurde den früheren Pflegekräften der Garser Schwestern, Schwester Irmgard und Schwester Agnes, sowie den Krankenschwestern Christl Feicht und Marianne Jank gedankt.

Zur besten Zeit über 2000 Mitglieder

Siegfried Klika berichtete, dass der Kranken-Pflegeverein bis 1976 bis zu drei Gemeindeschwestern im Stadtbereich ohne Zuschuss durch öffentliche Träger einsetzte und bezahlte.

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Bis Ende 1969 hatte der Verein bereits 402 Mitglieder zur Unterstützung der ambulanten Pflegedienste, zur besten Zeit sogar 2220 Mitglieder. Nach der Gründung der Caritas-Sozialstationen im Jahr 1976 durch den Caritas-Verband wurde der Verein verantwortlicher Träger der Sozialstation für das Dekanat Waldkraiburg in Kooperation mit dem Caritas-Verband.

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„Keine rosigen Zeiten“

„In diesem halben Jahrhundert haben die Mitglieder des Vereins mit der gewaltigen Förderung von insgesamt 560 840 Euro die Umsetzung der Vereinsziele überhaupt erst möglich gemacht“, so Klika, der die Sozialstation in Waldkraiburg viele Jahre lang leitete.

Zweiter Bürgermeister Richard Fischer würdigte 50 Jahre aktive ehrenamtliche Tätigkeit und die großartige Leistung des Vereins. Wie er so dankten auch Pater Stiegler und Richard Stefke für das große Engagement des Vereins.

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