WALDKRAIBURGER FERIENRÄTSEL (FOLGE 18)

Jettenbacher Dorfspaziergang: Welches Haus war erste Schule?

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Waldkraiburg – Geschenkt! Leserinnen und Leser aus Jettenbach werden sich über die heutige Folge des Ferienrätsels freuen, jedenfalls dann, wenn sie sich in der Ortsgeschichte auskennen.

Wer Jettenbach nicht kennt, wird‘s ein bisschen schwerer haben, kann sich aber die richtige Antwort ohne große Mühe bei einem Dorfspaziergang erwandern.

Es geht wieder um die Schulgeschichte, die in der Hofmark Jettenbach bis in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Das ganze Dorf gehörte – noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts – zur Grundherrschaft der Grafen von Toerring-Jettenbach, also auch die Schule. 1732 errichtete die Schlossherrschaft ein Haus für einen Schulmeister. 1802 wurde die allgemeine Schulpflicht in Bayern eingeführt. Und die Grafen von Toerring verbanden den Schulmeisterdienst mit der Stelle des Schlossbenefiziaten. Ein studierter Geistlicher, so die Überlegung, würde das Niveau des Unterrichts heben.

1868 baute die Gemeinde für 500 Gulden ein neues Schulhaus, das 72 Kindern Platz bot. 1904 musste es um ein zweites Schulzimmer erweitert werden. Generationen von Jettenbacher Kindern lernten hier das Abc, Schreiben, Lesen und Rechnen, bis 1960 ein modernes Schulhaus gebaut wurde.

Während dieses dritte Schulhaus eine öffentliche Funktion behalten hat und unter anderem als Gemeindekanzlei dient und Heimat des Kindergartens ist, sind seine beiden Vorgänger in privater Hand und werden als Wohnung genutzt.

Damit zur heutigen Frage: Nur eines der vier Gebäude, die auf den Fotos zu sehen sind, war früher ein Schulhaus, das erste Schulhaus Jettenbachs, das bis heute steht. Ist es das Gebäude links oben? Dann tragen Sie in den Lösungssatz als 13., 32., 42. und 44. Buchstaben jeweils ein „S“ ein. Oder war es das Gebäude rechts oben? Dann ist jeweils ein „R“ einzutragen. Sollten Sie das Haus links unten für ein ehemaliges Schulhaus halten, dann tragen Sie ein „E“ ein. Und für das Haus rechts unten ein „N“.

Ein kleiner Tipp: Der Heimat- und Kulturkreis Jettenbach hat einen sogenannten „Weg in die Vergangenheit“ beschildert. An vielen Häusern mit Geschichte sind Informationstafeln angebracht, die auch bei der Lösung der heutigen Frage sehr hilfreich sein können. hg

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