Vor 50 Jahren: Die Haschwelle greift in Waldkraiburg um sich

Vor 50 Jahren haben an der Grundschule am Goetheplatz die Bauarbeiten begonnen. Der knallbunte Aufgang zur Schule kam erst viel später, nach der Sanierung des Vorplatzes im 21. Jahrhundert. Grundner

Eine Schlagzeile der Zeitung sorgt in der Woche vor 50 Jahren für Aufsehen in der Stadt und im ganzen Landkreis: „Haschwelle greift um sich“. Anlass für die Nachrichten ist ein Vorfall an einer weiterführenden Waldkraiburger Schule, wo sich einige Schüler eigenartig verhielten.

Waldkraiburg und die Welt – Einige „größere Buben“ benehmen sich sonderbar, gehen singend und mit rollenden Augen umher, zeigen Anzeichen von Seh- und Sprachstörungen, heißt es in dem Artikel. Und: Ob Haschisch im Spiel war, ist noch nicht sicher. Die Polizei ermittelt.

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Recherchen der Zeitung ergeben, dass in einem Ortsteil „Stoff“ gekauft werden kann und sich Jugendliche am „Ölberg“ im Stadtpark als „Hasch“-Raucher ein Stelldichein geben. Auch die Wälder um den Bahnhof herum gelten als Treffpunkt der „High-Society“.

Die dritte Grundschule in nur drei Jahren

Am Goetheplatz entsteht eine weitere Grundschule für zwölf Klassen. Sie ist die dritte Grundschule, die innerhalb von drei Jahren gebaut wird und damals die siebte Schule in der Stadt.

Der Waldkraiburger Stadtplatz, ohnehin nicht mit einer Vielzahl von Laternen bestückt, liegt nun endgültig im Dunkeln. Keine einzige Leuchte strahle noch, meldet die Zeitung in der Woche vor 50 Jahren. Die Isar Amperwerke, die damals dafür zuständig sind, wollen sich der Sache annehmen.

Beim SPD-Ortsverein, dem größten im ganzen Landkreis, steht ein Generationswechsel an. Walter Weiß kündigt seinen Rücktritt an.

Kriegerdenkmal auf dem Waldfriedhof

Elf Tonnen bringt das neue Kriegerdenkmal auf die Waage, das auf dem Waldfriedhof aufgestellt wird. Das Werk von Steinmetzmeister Hermann Brunotte ist aus Brannenburger Nagelfluh geschlagen.

Vertriebenenverbände rufen auf ihren Pfingsttreffen zum Widerstand gegen die Ostpolitik der Bundesregierung auf. Aus ihrer Sicht wird durch die Verträge mit den Ostblockstaaten, insbesondere mit Polen, die Vertreibung legalisiert. hg

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