Reh aus Innkanal gerettet: Kraiburger Floriansjünger ziehen Tier aus dem Wasser und setzen es wieder im Wald aus

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Das ist nochmal gut gegangen. Zahlreiche Feuerwehrleute sind am Sonntag in der Früh ausgerückt, um ein Reh aus dem Innkanal zu retten, das wohl auf Höhe der Ortschaft St. Erasmus ins Wasser gestürzt war.

Gegen 7.45 Uhr waren die Trasener und weitere Ortsfeuerwehren aus dem Landkreis alarmiert worden. Ein Spaziergänger hatte ein Reh im Kanal gesehen. Die Floriansjünger versuchten, am Damm das Tier aus dem Wasser zu ziehen. Das missglückte ebenso wie ein Rettungsversuch bei einer Bootsanlegestelle. Der Feuerwehr aus Kraiburg gelang es schließlich, das Tier etwa 300 Meter nach der Anlegestelle in St. Erasmus mit einem Boot aus dem Wasser zu fischen. Ein Jäger untersuchte das Tier, an dem keine gravierenden Verletzungen zu erkennen waren. Feuerwehrler aus St. Erasmus und der Jäger brachten dann das Tier in ein Waldstück nahe der Stelle, wo es vermutlich in den Kanal gefallen war, und setzten es dort wieder aus. In der Vergangenheit hatten ähnliche Vorfälle für Diskussionen gesorgt: Die Einsätze für die Feuerwehren hatten sich gehäuft, und Fachleute darauf hingewiesen, dass die Tiere in der Regel vor freilaufenden Hunden die Flucht ergreifen und in ihrer Panik ins Wasser stürzen. So machte etwa Stadtrat Done Brunnhuber, Jäger und Umweltreferent des Stadtrates, nach mehreren derartigen Ereignissen im Vorjahr den Freizeitdruck am Kanal dafür verantwortlich und forderte eine Leinenpflicht. Auf den neuen Schildern, die der Verbund, der Betreiber des Kanals, im Zuge der Ausbaumaßnahmen an den Brücken aufgestellt hat, werden die Spaziergänger aufgefordert, die Hunde an die Leine zu legen. Fib/Eß

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