Innhangkante bleibt unberührt

Waldkraiburg – Seit 2013 beschäftigt die strittige Bebauung einer Fläche an der Innhangkante nicht weit vom Kreisverkehr Stockhamer Berg Stadtverwaltung und städtische Gremien.

Mehrfach waren die Planungen in diesem sensiblen Bereich modifiziert worden. Jetzt hat der Ausschuss nach kontroverser Diskussion das Bauleitplanverfahren auf Vorschlag der Verwaltung eingestellt.

Es geht um eine Fläche von fast 5000 Quadratmetern südlich der Innthalstraße (St 2352). Der Bauwerber nähere sich nach mehreren Entwürfen, die der Ausschuss abgelehnt hatte, zwar der Vorgabe der Stadt an, sagte Bauamtsleiter Carsten Schwunck. Allerdings kollidiert auch eine lockere Bebauung mit Doppel- und Einzelhäusern in diesem Bereich mit dem 2018 beschlossenen Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK), wonach die Innhangkante von Bebauung freizuhalten sei.

Dr. Frieder Vielsack, Fraktionssprecher der UWG, will „die Hangkante unberührt lassen“. Sie habe prägenden Charakter für Waldkraiburg. Nach einer Bebauung würde die Innthalstraße zu einer innerörtlichen Straße werden. „Das führt zu Problemen.“

CSU spricht sich für Bebauung aus

Ganz anders sieht das Anton Sterr, sein Fraktionssprecherkollege von der CSU. Die neueste Planung sei im Grundsatz sinnvoll. „Wir nähern uns an.“ Sterr verwies auf Zusagen an den Grundeigentümer in der Vergangenheit und erinnerte daran, dass der Ausschuss vor Jahren mehrheitlich entschieden habe, „dass eine Bebauung im Grundsatz machbar ist“.

Umweltreferent Done Brunnhuber (UWG) sprach sich aus Naturschutzgründen gegen die Bebauung aus. Er verwies auf den ökologisch wertvollen Buchen-Altbestand. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt habe sich „klar gegen die Bebauung ausgesprochen“, so wie laut Carsten Schwunck alle anderen Fachstellen im Landratsamt.

Mit zehn zu vier Stimmen der CSU-Fraktion lehnte der Ausschuss eine Fortsetzung des Bauleitplanverfahrens ab. Gegen die Stimmen der CSU .

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