BERUFSINFORMATIONSABEND AN DER REALSCHULE

Immer ein Renner

Beim Berufsinformationsabend an der Realschule standen Vertreter von rund 80 Aus- und Fortbildungsberufen Rede und Antwort, wie hier aus dem Bereich Lebensmitteltechnik bei Alete im Werk Weiding. fis
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Beim Berufsinformationsabend an der Realschule standen Vertreter von rund 80 Aus- und Fortbildungsberufen Rede und Antwort, wie hier aus dem Bereich Lebensmitteltechnik bei Alete im Werk Weiding. fis

Was Beratungsrektorin Irmgard Westermair 2004 als „hauseigene Berufsinfomesse“ ins Leben gerufen hatte, erwies sich in diesen zwölf Jahren als äußerst hilfreiche Einrichtung. So verstand es das Team Johannes Hofmann und Michaela Zierer auch in diesem Schuljahr wieder, 55 Vertreter von rund 80 Aus- und Fortbildungsberufen zu gewinnen.

Waldkraiburg – Scharenweise nutzten die Neunt- und Zehntklässler, großteils mit ihren Eltern, die Möglichkeit, sich bei den kompetenten Vertretern aus Industrie, Handwerk, von Dienstleistern, Behörden und Bildungseinrichtungen Orientierung in verschiedenen Berufszweigen zu verschaffen.

Die Nachfrage nach aufgeschlossenen, einsatzfreudigen Realschülern ist nach wie vor groß und die Situation der Absolventen demnach recht gut. Viele offene Lehr- stellen bietet die bayerische Wirtschaft und zahlreiche Unternehmen bilden ihren qualifizierten Nachwuchs inzwischen selber aus. Nach wie vor haben jedoch Schlüsselqualifikationen wie Lernbereitschaft, Kreativität und Teamfähigkeit ihre Gültigkeit.

Die Schüler wurden an diesem Abend aufgeklärt über die Durchlässigkeit des bayerischen Schul- und Hochschulwesens und das Duale System an den Berufsschulen, das Angebot von Fachakademien und -schulen wie der für Sozialpädagogik, der Beruflichen Oberschule Inn-Salzach, der Fremdsprachenschule Landshut, des Gymnasiums Waldkraiburg, der BOS Schönbrunn oder der Realschul- Fachlehrerausbildung.

Viele „hautnahe Auskünfte“ erhielt man über technische und Chemieberufe wie den Produktionsdesigner, Fein- und Industriemechaniker, Land-, Kälte-, Holz- oder Kunststofftechniker. Man ließ sich Schritte zeigen hin zu handwerklichen Berufen wie dem des Schreiners, Müllers, Sanitär-, Hoch- und Tiefbau- oder Molkereifachmanns – alles natürlich auch den Mädchen zugänglich.

Rede und Antwort standen die Experten zudem über die Ausbildung zur Fachkraft für Büromanagement, der Finanzbeamtin, von Bank-, Verwaltungs- und Krankenkassenangestellten, der Steuerberaterin oder Hotelfachfrau und vor allem in Pflegeberufen. Besonders dicht umlagert waren nicht nur die Stände von Bundeswehr und Bahn.

Als wahrer Magnet erwiesen sich die Informationen der Polizeiakademie – wohl den aktuellen Gegebenheiten zufolge. Hier jedoch musste sich so mancher eingestehen, dass enorme körperliche Anstrengungen nötig sind, um allein die Aufnahmebedingungen zu erfüllen.

Beeindruckt waren die Schüler von den zahlreichen Azubis, überwiegend ehemaligen Realschülern, die ihre Chefs begleiteten.

Mancher von ihnen hat inzwischen Karriere gemacht, wie Richard Maier, der Ausbildungsleiter für gewerbliche Berufe bei der Firma Netzsch ist, oder Katharina Freiberg. Sie stieg nach dem Studium auf zur Junior Personalreferentin bei MD-Elektronik.

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