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103 PARZELLEN

Im Westen was Neues: Im neuen Waldkraiburger Baugebiet gibt es einige Veränderungen

Die Gegenüberstellung der beiden Pläne vom Sommer 2020 und vom Frühjahr 2021 zeigt, wo Veränderungen im Plangebiet nötig waren. So wurde die Straßenführung im Norden dem Verlauf des Abwasserkanals angepasst (1), die ursprünglich geplante nördliche Einmündung in die Von-der-Tann-Straße gestrichen (2), das Regenrückhaltebecken deutlich verkleinert (3) und die Schallschutzwand durch einen Erdwall ersetzt (4). Stadt/Klinger
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Die Gegenüberstellung der beiden Pläne vom Sommer 2020 und vom Frühjahr 2021 zeigt, wo Veränderungen im Plangebiet nötig waren. So wurde die Straßenführung im Norden dem Verlauf des Abwasserkanals angepasst (1), die ursprünglich geplante nördliche Einmündung in die Von-der-Tann-Straße gestrichen (2), das Regenrückhaltebecken deutlich verkleinert (3) und die Schallschutzwand durch einen Erdwall ersetzt (4). Stadt/Klinger
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Aufgrund von Stellungnahmen der Behörden sowie Bedenken und Anregungen von Bürgern hat die Stadt einige Veränderungen in den Bebauungsplan-Entwurf für das Baugebiet Waldkraiburg-West eingearbeitet. Sie betreffen insbesondere die Straßenführung

Waldkraiburg – Wie Bauamtsleiter Carsten Schwunck im Stadtentwicklungsausschuss ausführte, wurde ein Verkehrsplaner ins Bauleitplanverfahren eingebunden.

Kanal darf nicht überbaut werden

Eine wesentliche Veränderung zumPlanungsstand vom Juli 2020ergibt sich aus der Tatsache, dass ein Hauptabwasserkanal der Stadtwerke im nördlichen Bereich des Plangebiets nicht durch Gebäude überbaut werden darf.

Auf Vorschlag des Ingenieurbüros Behringer wird deshalb die Erschließungsstraße an den Verlauf des Abwasserkanals angepasst. Das spart Fläche und Geld (Punkt 1 auf der grafischen Darstellung). Die Baugrundstücke müssen entsprechend neu geordnet werden.

Gefahrenträchtige Kreuzung mit Von-der-Tann- und Graslitzer Straße wird vermieden

Diese betreffen unter anderem die Einmündungen des Plangebietes in die Von-der-Tann-Straße im Südosten (Punkt 2). Drei waren ursprünglich vorgesehen. Eine Anbindung der nördlichen Anliegerstraße an den Knotenpunkt Von-der-Tann-Straße/Graslitzer Straße wäre wegen der bestehenden Linksabbiegespuren aber verkehrstechnisch problematisch. Um eine gefahrenträchtige Kreuzung zu vermeiden, wird auf die nördliche Zufahrt deshalb verzichtet.

Trafostation, Fernwärme-Übergabe und Bushaltestelle brauchen Platz

Die Stadtwerke haben an der Von-der-Tann-Straße zudem eine neue Trafostation sowie die Übergabe der Fernwärme vorgesehen, an die alle Grundstücke verpflichtend angeschlossen werden. Daneben ist eine neue Bushaltestelle geplant. Straßenführung und Anordnung der Bauparzellen mussten in diesem Bereich deshalb überarbeitet werden. Das verbessert die Erschließung im Wohngebiet. Wegen des Platzbedarfs der Versorgungsanlagen fällt eine Bauparzelle an dieser Stelle weg.

Erdwall statt Schallschutzwand

Dennoch bleibt es bei den 103 Parzellen. Denn das Regenrückhaltebecken im Süden (Punkt 3) kommt mit weniger Fläche aus als ursprünglich angenommen.

Erdwall ist günstiger und schöner als Schallschutzwand

Die drei Meter hohe und 270 Meter lange Schallschutzwand, die laut schalltechnischer Untersuchung im Süden gefordert wird, kommt nicht zum Tragen. Weil im Bebauungsplan ohnehin ein 30 Meter breiter Waldstreifen vorgesehen ist, soll die Schallschutzfunktion ein darin eingebetteter elf Meter breiter Erdwall übernehmen, der mit heimischen Sträuchern bepflanzt wird (Punkt 4). Der Erdwall braucht zwar mehr Platz, ist aber günstiger als eine Schallschutzwand, die zudem das Ortsbild beeinträchtigen würde.

Einstimmig hat der Ausschuss die Veränderungen abgesegnet, die nun in den Plan eingearbeitet werden.

Bauamtsleiter: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“

Mit weiteren kritischen Stellungnahmen setzt sich laut Schwunck ein Fachanwalt im Auftrag der Stadt auseinander. Die Regierung von Oberbayern habe bereits signalisiert, dass die Stadt diese ehemaligen Waldflächen bebauen darf, weil siein der innerstädtischen Nachverdichtung vorankomme. Der Bauamtsleiter: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

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