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„Ich wollte etwas zurücklassen“

Wie war das Leben hinter dem Eisernen Vorhang?Wie gelang der Weg nach Deutschland? Die Erinnerungen daran hält Peter Makkay (rechts) in seinem Buch „Tati, erzähl“ fest, das eine Hommage an seinen berühmten Sohn Peter Maffay zu dessen 70. Geburtstag sein soll. Elvira Makkay

Waldkraiburg – Seit einem halben Jahrhundert begeistert Peter Maffay die Menschen als Musiker, aber auch mit seinem sozialen Engagement.

Einen Blick zurück in die Vergangenheit der Familie richtet sein Vater Wilhelm Makkay in seinem Buch „Tati, erzähl“. Es sind Erinnerungen, die der Autor für seinen berühmten Sohn festhält. Er schreibt über die schwierige Zeit in Rumänien und die Ausreise, die die Familie schließlich nach Waldkraiburg brachte. Im Gespräch mit der Heimatzeitung spricht der 92-Jährige über sein Buch und die schönste Erinnerung, die er mit seinem Sohn verbindet.

Was hat Sie dazu bewogen, das Buch zu schreiben?

Meine Frau Elvira hatte schon vor Jahren die Idee, Kindheitserinnerungen und Kochrezepte meiner ersten Frau festzuhalten. Und da lag es natürlich auch auf der Hand, mein Leben hinter dem Eisernen Vorhang und unseren Weg nach Deutschland an Peter und die Enkel weiterzugeben. Immerhin werde ich im Juli 93 Jahre alt.

„Lieber Peter, ich habe mich bemüht, Dir ein guter Vater zu sein“ – heißt es ganz am Anfang des Buches. War dies immer einfach? Haben Sie jetzt das Gefühl, dass es Ihnen geglückt ist?

Ich glaube, kein Elternteil kann behaupten, immer alles richtig zu machen. Da spielen auch viele Umstände eine Rolle. Ich denke, es ist bei ihm gut angekommen. Sonst wäre Peter nicht so fleißig.

„Mein Sohn, es gibt so vieles, was ich Dir schon so lange sagen möchte. Nie habe ich jedoch die Zeit dazu gefunden.“ Vieles hätten Sie Ihrem Sohn erzählt, jedoch bei Weitem nicht alles. Ist es Ihnen mit dem Buch geglückt, das eine Hommage an Ihren Sohn zu seinem 70. Geburtstag sein soll?

Je älter man wird, desto mehr erinnert man sich an Dinge in seinem Leben. Ich wollte etwas zurücklassen. Letztes Jahr, als ich sehr krank wurde, habe ich mithilfe meiner Frau angefangen zu erzählen. Sie setzte sich jede Nacht an den Schreibtisch und schrieb es auf. Sie kennt mich sehr viele Jahre, wir vertrauen uns tausendfach und ich wusste, es ist bei ihr gut aufgehoben.

Mit Ihrem Sohn sind Sie 2008 nach Siebenbürgen gereist. Wie erging es Ihnen bei Ihrer Reise in die Vergangenheit?

Ich denke, die Reise war für Peter und mich aufschlussreich, obwohl ich sie vorzeitig beendete. Zu viele Erinnerungen wurden wach. Der Leser kann sich im Buch ein eigenes Urteil bilden.

Was ist Ihre schönste Erinnerung, die Sie mit Ihrem Sohn verbinden?

Als ich nach langer Suche damals ein altes Feuerwehr-Auto fand, es reparierte und es Peter unter den Weihnachtsbaum legte. Seine leuchtenden Augen sehe ich heute noch! Viele Jahre später, er war berühmt, legten wir ihm wieder ein solches unter den Tannenbaum. Und da stand auf dem damaligen Foto folgender Satz: „Damals warst Du klein und das Feuerwehrauto für Dich groß. Heute bist Du groß und das Auto für Dich eine Erinnerung...“

Wie ist es, Vater eines berühmten Musikers zu sein? Gibt es oft Gelegenheit, sich zu treffen?

Es ist nicht immer leicht, da seine Welt eine andere ist, als die von mir und meiner Frau. Wir sehen uns von Zeit zu Zeit.

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