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„Ich spiele alles, außer Polizisten“

Eva Stocker, die neue Vorsitzende der Theatergruppe Stadttheater Waldkraiburg e.V., hier als Psychiaterin in einer Szene aus der erfolgreichen Loriot-Produktion zusammen mit Hermann Polzer. re

Waldkraiburg – Seit sieben Jahren bereichert die Theatergruppe „Stadttheater Waldkraiburg e.V.“ das regionale Kulturleben.

Fast jedes Jahr stellte sie seitdem eine Aufführung auf die Beine, zuerst unter Spielleitung von Armin Stockerer, zuletzt von Susan Hecker. Der Verein, dem 16 zahlende Mitglieder, 13 aktive Schauspieler angehören, hat seit Kurzem eine neue Vorsitzende. Die 39-jährige Eva Stocker hat das Amt von Veit Bibo übernommen. Wir sprachen mit der Schauspielerin, die im richtigen Leben Polizeibeamtin ist; darüber wen sie gerne spielt und wen nicht und vor welchen Herausforderungen der Verein im nächsten Jahr steht.

Frau Stocker, wie lange sind Sie schon bei der Theatergruppe?

Seit der ersten Stunde im Jahr 2011. Davor war ich nur in einer Schulspielgruppe. Da hatte ich immer großen Spaß.

Was gefällt Ihnen denn so am Theaterspielen?

Dass man in verschiedene Rollen schlüpfen kann. Und mittlerweile ist auch die Gruppe toll.

Welches waren denn bisher Ihre Lieblingsrollen?

Eine Psychiaterin in der Eheberatung in einer Loriot-Szene habe ich gerne gespielt. Das beste Stück war für mich der Krimi „Tod auf dem Nil“. Die vielen gemeinsamen Proben waren für uns als Gruppe eine wichtige Erfahrung.

Sie sind Polizeibeamtin. Würden Sie gerne mal eine Polizistin spielen?

Bei unserer Loriot-Produktion wollten mir die anderen eine Polizistenrolle aufs Auge drücken. (lacht) Das lehne ich streng ab. Ich spiele alles außer Polizisten.

Vor Kurzem sind Sie in eine neue Rolle geschlüpft, um die sie sich eigentlich auch nicht gerissen haben, die der Vorsitzenden des Theatervereins.

Unser Vorstand Veit Bibo hat aus gesundheitlichen Gründen aufhört. Das war sehr überraschend für uns. Die Ankündigung war für alle ein Schock. Denn für mich ist es total wichtig, dass die Gruppe bestehen bleibt. Wir sind bei allen Unterschieden als Gruppe zusammengewachsen. Meine Kinder, Lisa (10) und Ludwig (12), die auch mitspielen, wollten unbedingt weitermachen. Also habe ich mir einen Ruck gegeben.

...und haben sich damit organisatorische Aufgaben und einige Probleme aufgehalst.

Das letzte Stück, Szenen von Botho Strauß, hat leider nicht so viele Zuschauer angelockt wie erhofft. Die Theatergruppe hat finanzielle Probleme. Wir müssen darüber nachdenken, ob wir uns den Probenraum im „Freiraum 36“ und den Aufführungsort im Haus der Kultur noch leisten können. Aber ich bin positiv eingestellt: Es wird irgendwie weitergehen.

Was haben Sie im nächsten Jahr denn vor?

Das ist noch in der Schwebe. Wahrscheinlich werden wir einen Krimi machen. Und Aktionen, um uns in der Stadt bekannter zu machen, würden nicht schaden. Wir waren schon im Adalbert-Stifter-Seniorenwohnen, wo wir einige Szenen aus unserem sehr erfolgreichen Loriot-Programm aufgeführt haben. Auch beim Kreisjugendring haben wir schon gespielt. Auftritte bei Firmenfeiern wären möglich, um auf Spendenbasis die Kasse ein bisschen aufzufüllen.

Interview: Hans Grundner

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