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Hoffnungsträger für die „alte Tante“ SPD

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Wie einen Hoffnungsträger hat die „alte Tante“ SPD ihren neuen Vorsitzenden begrüßt: Der 25-jährige Alexander Arnusch, der das Amt von Bernd Wegmann übernimmt, wurde in der Mitgliederversammlung im Gasthaus „Mefisto“ einstimmig gewählt und mit anhaltendem Beifall für seine Bereitschaft belohnt, Verantwortung zu übernehmen.

Waldkraiburg – Nach sechs Jahren an der Spitze des Ortvereins kandidierte Bernd Wegmann nicht mehr. Er führte berufliche und familiäre Gründe dafür an. Wegmann wird aber im Ortsverein und Unterbezirk aktiv bleiben und sich auch im städtischen ISEK-Steuerungskreis weiter engagieren.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht appellierte der scheidende Vorsitzende an die Mitglieder, sich intensiv für die Werbung von Mitgliedern einzusetzen. „Wir haben eine Aufgabe: Wir müssen schauen, dass wir Leute für die Demokratie gewinnen.“ Vor allem jüngere Menschen braucht die SPD Waldkraiburg, deren Mitgliederzahl zur Jahreswende auf 65 gesunken war, die es auf einen Altersdurchschnitt von 59 Jahren bringen. Mit der Wahl des 25-jährigen Alex Arnusch setze die Partei ein Zeichen, so Wegmann. (Siehe unten Interview mit dem neuen Vorsitzenden)

Einen kleinen Schulzeffekt hat er auch in Waldkraiburg ausgemacht. Zwei neue Mitglieder kamen vor kurzem dazu. Und für Annette Heidrich, Kandidatin im Bundestagswahlkreis, sieht er sogar Chancen, über die Liste ins Parlament einzuziehen. 25, 26 Prozent müsse die SPD dafür in Bayern errreichen. Auf 22, 23 Prozent habe sie nach aktuellen Umfragen schon zugelegt. Es lohne sich also zu kämpfen, so Wegmann zu den Genossen. „Plakate raushängen reicht aber nicht mehr.“

Gut 10 000 Euro (Stand: 31. Dezember 2016) hat der SPD-Ortsverein zur Verfügung, wie aus dem Kassenbericht hervorgeht.

Ortsverein und Stadtratsfraktion müssten die Nöte und Sorgen der Menschen ernst nehmen, sagte Zweiter Bürgermeister Richard Fischer, und nannte als Beispiel das Thema des sozialen Wohnungsbaus. Das werde die SPD auch in Waldkraiburg noch intensiv beschäftigen. Zwar entstehen derzeit viele neue Wohnungen in der Stadt, doch „wir sollten nicht vergessen“, dass viele Menschen in den nächsten Jahren erhebliche Schwierigkeiten bei der Bezahlung der Mieten bekommen. Von der drohenden Altersarmut könnte auch die Mittelschicht schnell betroffen sein, so Fischer, der aus einer Statistik, der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zitierte, wonach Frauen im Landkreis Mühldorf eine durchschnittliche Rente von 550 Euro und Männer von 1080 Euro erhalten. Jene, die in den Landkreis zuziehen, können sich die Mieten für neue Wohnungen leisten, so Fischer, aber nicht alle Menschen, die bereits hier wohnen.

Kreisrat Alex Will begründete die Haltung der SPD zur Kreisumlage. Sie habe einer Absenkung nicht zugestimmt, weil große Projekte anstehen. Das sei nicht leicht gefallen. Doch schon bald hätte man die Umlage deshalb wieder deutlich erhöhen müssen.

Einstimmig wurde die Geschäftsordnung des Ortsvereins ersatzlos gestrichen. Das vereinfache die Arbeit der Vorstandschaft, so Bernd Wegmann. Bei einer politischen Partei seien diese Fragen ohnehin durch ein Parteistatut eindeutig geregelt.

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