Historischer Pfarrhof wird saniert

Die Außenfassade des Pfarrhofes bleibt unverändert. Fotos ng
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Die Außenfassade des Pfarrhofes bleibt unverändert. Fotos ng

Bei dem Pfarrhof-Gebäude am Marktplatz haben jetzt umfangreiche Sanierungsarbeiten begonnen. Sie werden noch bis zum nächsten Jahr dauern.

Kraiburg - Das mächtige Pfarrhof-Gebäude auf dem Marktplatz ist eines der ältesten Bauwerke in der Marktgemeinde, und auch an ihm sind die Jahrhunderte nicht spurlos vorübergegangen. In der letzten Woche haben nun umfangreiche Baumaßnahmen begonnen. Bauherr ist die Pfarrei, die Bauträgerschaft liegt beim Ordinariat der Erzdiözese München und Freising.

Gebäude aus dem 16. Jahrhundert

Das historische Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und bestand ursprünglich aus zwei Gebäuden, in der Mitte voneinander getrennt. Noch heute hat es zwei nebeneinander liegende Eingangstüren, die in zwei Hausgänge führen. Besitzer waren die Brüder Silverio, weitum angesehene Kaufleute. 1878 erwarb Prälat Josef Krandauer die zwei viergeschossigen Häuser und baute sie entsprechend um. Abgesehen von kleineren Sanierungs- und Umbaumaßnahmen durch Pfarrer Josef Hamberger ist das Gebäude bis heute unverändert geblieben.

Die Baumaßnahmen durch die Firmen haben nun begonnen, verschiedene Vorarbeiten wie das Ausräumen des Pfarrhofes wurden in den letzten Monaten vor allem durch Jürgen Schwab und zahlreiche Ministranten erledigt.

Fertigstellung wohl im Frühjahr 2013

Die ersten Planungen sahen vor, dass der Umbau noch in diesem Jahr abgeschlossen wird, doch inzwischen ist klar: Dieser Termin ist nicht zu halten, es wird Frühjahr 2013 werden.

Den baulichen Zustand des alten Gebäudes bezeichnete Kirchenpfleger Robert Haider als "nicht schlecht", trotzdem war "eine Renovierung der einzelnen Räumlichkeiten nicht sinnvoll, es wurde eine Komplett-Sanierung notwendig." Weiter meinte der Kirchenpfleger: "Die Elektrik, Heizung, Wasserversorgung und Sanitäranlagen oder auch die Kommunikationseinrichtungen sind einfach total veraltet und nicht mehr zeitgemäß und auch der Dachstuhl und das Dach müssen teilweise neu gemacht werden."

Die Gas-Heizungs-Anlage bleibt zumindest vorerst so bestehen, dass damit auch das Bischof-Bernhard-Haus mitversorgt wird. Die Hinterhof-Arkade im dritten Stockwerk wird wieder zurückgebaut, so wie sie ursprünglich war, einst geschlossene Bogen im Hausgang werden dagegen wieder geöffnet. Der bestehende Lichthof in der Mitte des Gebäudes wird in seiner gesamten Breite wieder aufgemacht, belüftet überdacht und durch alle Stockwerke geführt. Die herrliche Außenfassade des Pfarrhofes bleibt so wie sie ist, wo notwendig, erfolgen lediglich kleinere Reparaturen. In dem am Ende vollständig sanierten Haus befinden sich dann neben dem kompletten Pfarrbüro für den Pfarrverband die Pfarrerwohnung, eine kleine Gästewohnung sowie je nach Bedarf eine Wohnung für eine Pfarrhaushälterin, einen Hausmeister oder einen Kaplan sowie zwei Besprechungs- oder Gruppenräume.

Die Baukosten belaufen sich auf 1,8 bis 1,9 Millionen Euro und werden zum allergrößten Teil vom Ordinariat getragen. "Der Kostenanteil, den die Pfarrei zu tragen hat, kann zum überwiegenden Teil durch freiwillige Arbeitsleistungen und Spenden aufgebracht werden", so Robert Haider. Zudem erwartet er auch einen kleinen Zuschuss vom Denkmalamt.

ng

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