Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ausbau im Stromnetz

Herzstück der Stromversorgung: Stadtwerke Waldkraiburg bauen neues Übergabeschalthaus

Noch ist das Gebäude leer, aber bis April soll es in Betrieb genommen werden. Geschäftsbereichsleiter Bernhard Käsmaier (links) und Geschäftsleiter Herbert Lechner am neuen Übergabeschalthaus an der Staatsstraße.
+
Noch ist das Gebäude leer, aber bis April soll es in Betrieb genommen werden. Geschäftsbereichsleiter Bernhard Käsmaier (links) und Geschäftsleiter Herbert Lechner am neuen Übergabeschalthaus an der Staatsstraße.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
    schließen

Seit Anfang des Jahres wird gebaut an der Staatsstraße in Richtung Aschau. Ein neues Übergabeschalthaus entsteht hier, von dem aus künftig der Strom an die vier Schalthäuser der Stadtwerke im Stadtbereich verteilt wird. Das Herzstück der Stromversorgung.

Waldkraiburg – Das Gebäude hat mittlerweile eine Holzfassade und passt sich damit gut an den Wald ringsum an. Die Wände sind dagegen aus massiven Stahlbeton, damit hier weder ein Feuer noch ein Sturm großen Schaden anrichten können. Doch die Infrastruktur im Gebäude selbst ist längst nicht fertig. Noch bis Anfang nächsten Jahres wird es dauern, bis die Stadtwerke das neue Übergabeschalthaus in Betrieb nehmen.

Auf drei Trassen geht es weiter

Am Waldrand gelegen, nimmt es trotzdem die zentrale Rolle in der städtischen Stromversorgung ein. „Es wird das Herzstück der Versorgung“, sagt Bernhard Käsmaier, Geschäftsbereichsleiter Stromversorgung bei den Stadtwerken. Hier kommt der Strom mit 20.000 Volt für die Stadt an und wird von hier auf drei unterschiedlichen Trassen auf die vier Schalthäuser im Stadtgebiet verteilt. Quasi die vier Herzklappen im System, von wo aus über Trafostationen schlussendlich die Haushalte mit Strom beliefert werden.

Bislang befindet sich das Herzstück der Waldkraiburger Stromversorgung – das Schalthaus I – mitten in der Stadt. Am Peters Park, direkt neben dem alten Umspannwerk der Bayernwerk AG. Von dort fließt zwar der Strom noch, aber bald wird das dortige Umspannwerk vom Netz gehen.

Lesen Sie auch: Millionen für die Stromversorgung: Neues Umspannwerk zwischen Waldkraiburg und Aschau (Plus-Artikel OVB-Online)

Stattdessen hat voriges Jahr die Bayernwerk AG für sechs Millionen Euro ein neues Umspannwerk zwischen Waldkraiburg und Aschau in Betrieb genommen. Der neue Knotenpunkt für die regionale Verteilung in Waldkraiburg, Aschau und Aschau-Werk. Sobald die Stadtwerke ihr Leitungsnetz auf den neuen Einspeisepunkt angepasst haben, wird Waldkraiburg von dort aus mit Strom versorgt. „Bis dahin sind beide Umspannwerke aktiv“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Herbert Lechner. Nach und nach würde dann der Betrieb auf das neue Werk umgeleitet.

„Damit sind wir mit unserer Übergabestation nah an der Wurzel“, sagt Käsmaier. Mit insgesamt drei Transformatoren am Bayernwerk-Umspannwerk steigt sogar die Kapazität für die Stadt Waldkraiburg um etwa ein Drittel. Eine noch größere Versorgungssicherheit, die man gerade in Zukunft gut gebrauchen kann.

Lesen Sie auch: „Die Schule der magischen Tiere“: Warum die Erfolgsautorin Margit Auer gerne einen Esel hätte

Der gewollte Verzicht auf fossile Energie fordert nämlich an anderer Stelle. E-Mobilität und Wärmepumpen würden den Strombedarf ansteigen lassen, die Stadtwerke müssen entsprechend reagieren. „Die Weiterentwicklung der Stromversorgung in Waldkraiburg ist sehr wichtig. Eine zukunftsorientierte Maßnahme“, sagt Lechner über die neue Übergabestation.

Rund 160 Millionen Kilowattstunden verbraucht Waldkraiburg bislang jedes Jahr. Der Verbrauch in der Stadt wird weiter steigen. Wegen der größer werdenden Nachfrage nach E-Mobilität und auch wegen neuer Produktionslinien der Industrie. Um gerade den künftigen Leistungszuwachs in den Industriebetrieben besser abzudecken, ist das neue Schalthaus IV nördlich der Daimlerstraße entstanden.

Getrennte Trassen minimieren Risiko

Drei Trassen führen direkt vom neuen Übergabeschalthaus zu drei Schalthäusern in der Stadt. Eines wird indirekt versorgt. Zum neuen Umspannwerk gibt es eine Verbindung über zwei Trassen. Getrennte Trassen, um das Risiko für einen Ausfall gering zu halten. Über 120 Kilometer 20.000 Volt-Leitungen und 450 Kilometer 400 Volt-Leitungen führen über 185 Trafostationen zu Haushalten und Betrieben.

Noch sind nicht alle Kabel zum neuen Übergabeschalhaus verlegt. „Nur bis zu bestimmten Temperaturen können Kabel verlegt werden“, erklärt Käsmaier. Er geht davon aus, dass bis April nächsten Jahres das Übergabeschalthaus in Betrieb genommen werden kann. Deutlich mehr als fünf Millionen Euro investieren die Stadtwerke in den Umbau der Stromversorgung.

Mehr zum Thema

Kommentare