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STADL BRASS FESTIVAL

„I mog Heavy Metal und Blasmusik“

Sieben Bros – Bro7:Das sind Musiker aus Österreich und Bayern, die sich während ihres Instrumentalstudiums kennenlernten. Zurzeit sind sie international als Orchestermusiker, freischaffende Künstler und Instrumentallehrer tätig. „Gemeinsam sind wir Verfechter unverfälschter Brasspower“, sagen die jungen Männer, die am Freitag, 20. April, beim Stadl Brass Festival in Aschau auftreten. Ab 22.30 Uhr bieten sie ihr Programm – und das reicht von böhmisch-mährischer Blasmusik bis hin zu aktuellen Hits und Klassikern. Das ganze Programm für die drei Tage ist unter www.stadlbrass.de zu finden.  Kreativ Werkstatt
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Sieben Bros – Bro7:Das sind Musiker aus Österreich und Bayern, die sich während ihres Instrumentalstudiums kennenlernten. Zurzeit sind sie international als Orchestermusiker, freischaffende Künstler und Instrumentallehrer tätig. „Gemeinsam sind wir Verfechter unverfälschter Brasspower“, sagen die jungen Männer, die am Freitag, 20. April, beim Stadl Brass Festival in Aschau auftreten. Ab 22.30 Uhr bieten sie ihr Programm – und das reicht von böhmisch-mährischer Blasmusik bis hin zu aktuellen Hits und Klassikern. Das ganze Programm für die drei Tage ist unter www.stadlbrass.de zu finden. Kreativ Werkstatt

Rockfestivals, harten Gitarrensound bei Jugendzentrumskonzerten und alternative Atmosphäre im Silo in Töging – das mag Katrin Kirsch. Aber auch böhmisch-mährische Blasmusik. Sie ist die Hauptorganisatorin des Stadl Brass Festivals, das von 20. bis 22. April in Aschau stattfindet.

Aschau – Bei Katrin Kirsch laufen alle Fäden zusammen. Das Stadl Brass Festival ist auf ihrem Mist gewachsen, wie sie schmunzelnd erzählt. So schnell konnte ihre Familie gar nicht schauen, wie sie von ihr in die Pflicht genommen wurde. Große Unterstützung kommt von ihrer Freundin Maggy Hopf, vom Musikverein Aschau, den Stoabacher Trachtlern und der Gemeinde.

Die Idee, ein Blasmusik Festival aufzuziehen, reifte in Kirsch, die als Grundschullehrerin tätig ist, beim Besuch des „Böhmischen Frühlings“ in St. Martin in Österreich. Dort hatte sie selbst Gelegenheit, zu musizieren und zu jammen. Der 32-Jährigen gefiel, dass die Veranstaltung mit rund 500 Leuten in einer Reithalle und einem Feldbettenlager in der Turnhalle überschaubar und fast familiär war. „Das war total griabig.“

Daraus entstand später das „Woodstock der Blasmusik“ in Orth im Innkreis – ein Riesenfestival mit über 10 000 Leuten. „Das wurde einfach zu groß und zu bandlastig, hatte Ausmaße wie ein Rockfestival“. Da sei die Idee entstanden, selber was Kleines, Gemütliches aufzuziehen – und was Traditionelles. „Wir alle spielen selbst Musik, sehen uns als Musikanten und wollen mit dem Festival am Bräustadl back to the roots“. Ein bisschen Partymusik darf sein, daher treten auch Bands wie Bro7, JPT oder Pro Solist‘y auf, die auch Stimmungsmusik und Brass neben Blasmusik im Gepäck haben.

Am Samstagmittag ab 12 Uhr besteht im Biergarten die Möglichkeit zum freien Musizieren und gemütlichen Beisammensein. „Bradln hoaßt des, also ,Jam Session‘ auf gut Boarisch.“

Gut für Katrin Kirsch: Ihr Freund, Tubist Matthias Hoffmann, und der Mann ihrer Schwester Susanne, Martin Stadler (Posaune und Tenorhorn), sind „voll in der Szene drin“, helfen bei verschiedenen Kapellen aus und haben dadurch die besten Kontakte. Ihr Matthias übernimmt auch die Tontechnik beim Festival und ist der Live-Mischer bei den „Musi-katzen“ – die übrigens am Freitag, 20. April, ihre neue CD präsentieren.

Zeit, das Konzept reifen zu lassen, hatte sie beim Pendeln von München, wo sie bis vor Kurzem unterrichtete. Bei ihren Unterstützern stieß sie sofort auf offene Ohren. Toll sei der Rückhalt durch die Firmen, die Sponsoring-Anfragen gleich positiv beantworteten. „Wir mussten nicht lang betteln“, freut sich Kirsch.

Neben den Konzerten finden Freitag und Samstag Aftershow-Partys im Gärkeller und im Sudpfandl statt. Kirsch weist auf die Möglichkeit hin, dass Musikanten und auch Besucher auf Feldbetten günstig nächtigen können.

Katrin Kirsch wird beim Festival selbst mächtig gefordert sein und nicht viel Zeit haben, selbst zu spielen. Ein Festbüro ist eingerichtet, die Aufgaben teilt sie sich mit dem Unterstützer-Team.

Karten gibt es noch im Vorverkauf bei der Gemeinde, der Sparkasse und bis 13. April online auf der Homepage www.stadlbrass.de/tickets. Kurzentschlossene können ihr Glück noch an der Abendkasse versuchen.

Pro Tag seien etwa 300 Leute für die Veranstaltung im Bräustadl zugelassen. Eine gute Größe zum Anfangen, meint Kirsch, die eine Zweitauflage nicht ausschließt. Sie selbst brennt für die Blasmusik, auch wenn sie gerne Heavy Metal hört. Als sie noch mehr Zeit hatte, besuchte sie Rockfestivals, ging in Jugendzentren oder ins Silo nach Töging. Charts und Radiostürmer sind nicht so ihr Ding. Sie mag es eben authentisch und ehrlich.

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