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Ensemble präsentiert Harfenstücke

Zwölf Schülerinnen zeigen ihre Künste beim Vorspielen in der Backbox in Waldkraiburg

Als Jüngste spielte die neunjährige Sanja Maier bei dem Konzert vor.
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Als Jüngste spielte die neunjährige Sanja Maier bei dem Konzert vor.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Zwölf Harfen-Schülerinnen zeigten bei der Veranstaltung „Harfenklang Waldkraiburg“ ihr Können an dem großen Instrument in der Blackbox.

Waldkraiburg – Organisiert und begleitet wurde das Vorspielen „Harfenklang Waldkraiburg“ von Annelies Brandstätter-Arnold. Diese lebt seit 2000 in Waldkraiburg, ihre größte Leidenschaft ist das Harfenspiel. Die Kunst, auf der Königin der Instrumente zu spielen, wollte sie auch anderen beibringen und begann, Musikstunden zu geben. Eine ihrer ersten Schülerinnen war Heidi Grundner aus Reichertsheim, die mittlerweile ihr Harfenspiel so perfektioniert hat, dass sie selbst Unterricht erteilt. Die Mädchen, die derzeit bei den beiden Damen lernen, kommen aus allen Himmelsrichtungen – aus Soyen und Burghausen, aus Mühldorf Tüssling.

Das Harfenensemble mit Annelies Brandstätter-Arnold (links) und Heidi Grundner (2. von rechts, mit Tochter Vevi auf dem Arm)

Nun veranstalteten die zwei Harfenlehrerinnen in der Blackbox im Haus der Kultur in Waldkraiburg ihr Vorspielen. Zwölf Schülerinnen, die jüngste war neun Jahre alt, waren mit ihren schweren Instrumenten erschienen. Hier müssen Mama oder Papa mitschleppen. Die gespielten Harfen wiegen nämlich mindestens 20 Kilogramm.

Filmmusik als Inspiration zum Harfelernen

Das Harfenensemble, bestehend aus den zwölf Schülerinnen und den zwei Lehrerinnen, eröffnete das Konzert mit „Andro“, einem Volkstanz aus der Bretagne.

Sanja Maier war mit neun Jahren die jüngste Harfenistin, sie spielte auf einer kleineren Harfe das Stück „Die Elfe und der Frosch“. Ein Jahr älter ist Magdalena Neuhofer, sie gab gekonnt „I hear a harp“ wieder, ebenfalls auf einer kleineren Harfe, die etwa 3000 Euro kostet. Alle anderen Mädchen zeigten ihr Können auf einer größeren Harfe, die man ab 7000 Euro aufwärts erwerben kann.

Veronika Niederschweiberer glänzte mit der Volksweise „Tiroler Boarischer“, während Lena Schiller mit „Habanera Girls“ die Zuhörer nach Kuba entführte. Antonia Huber spielte „River flows in you“ und „Black Bird Boogie“. Ein Lied hatte sie mit ihrer Lehrerin eingeübt, das andere hatte sie sich mit ihrem Vater für die Hochzeit eines Verwandten erarbeitet.

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Das wahrscheinlich bekannteste Harfen-Lied trug die zehnjährige Maria Pfandl aus Tüssling vor. Deshalb hatte sie mit dem Lernen des Instruments begonnen: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, die Titelmelodie aus dem tschechischen Weihnachtsklassiker. Sophie Langwieder verschaffte sich mit einem „Rondo“ von Robert Nicolas-Charles Bochsa Gehör.

Buben sind beim Erlernen des Harfenspiels übrigens eher selten, obwohl sie laut Lehrerin Brandstätter-Arnold früher zwei unterrichtet hat – die Brüder von Sophie Langwieder.

Antonia Kapsegger brachte im Anschluss gekonnt eine Sonatine von Domenico Cimorosa zu Gehör, einem italienischen Komponisten aus dem 18. Jahrhundert. Beide spielten dann zusammen „Die zerzauste Libelle“, ein Stück, das sie zuhause am Swimmingpool einstudiert haben.

Gemeinsames Stück als Höhepunkt

Die 14-jährige Frida Kern aus Soyen ließ mit „Little Sunshine“ von Katrin Unterlechner die Sonne in der Blackbox scheinen.

1010: Sophia Stadler an der Harfe.

Aus Mühldorf kommt Sophia Stadler, sie brillierte mit einer Berceuse des wichtigen französischen Harfenisten und Komponisten Marcel Tournier. Er wirkte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Paris. Und „Berceuse“ ist die französische Bezeichnung für ein Wiegenlied. Annabell Estermeier besucht das musische Gymnasium in Burghausen, sie überzeugte mit „Fantaisie pour Harpe, opus 201“ von Felix Godefroid, einem belgischen Harfenisten des 19. Jahrhunderts.

Stephanie Passauer arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten und kommt ab und zu zu Grundner, um sich im Harfenspiel neue Anregungen zu holen. Die beiden spielten im Duett den „Mühlbachlandler“ von Hansl Auer, dem Leiter der Hammerauer Musikanten.

Den krönenden Abschluss bildete der „Alte Walzer“, wieder vom gesamten Harfenensemble vorgetragen. Nach einer guten Stunde endete der Vorspiel-Nachmittag. JF

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