Ein halbes Leben für den Eissport

Sagt Aufwiedersehen: Christoph Neugirg. Foto kam
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Sagt Aufwiedersehen: Christoph Neugirg. Foto kam

15 Jahre lang hat der 47-jährige Christoph Neugirg aus Hundberg bei Taufkirchen die Geschicke des Weitensports im Bayerischen Eissport-Verband (BEV) geprägt. In diesem Sommer endet das Engagement des langjährigen BEV-Fachwarts und ehemaligen BEV-Landestrainers.

Taufkirchen - Mit Neugirg wurde ein äußerst engagierter und leidenschaftlicher Weitschütze verabschiedet, der sich stets für die Belange der Eisstock-Weitschützen einsetzte. Ob auf nationaler Ebene beim Deutschen Eisstock-Verband (DESV) oder auf dem internationalen Terrain, der International Foederation Icestocksport (IFI) - Neugirg verstand es, sich Gehör zu verschaffen und die Interessen der Weitenjäger zielstrebig zu vertreten.

Sein ehrenamtliches Engagement begann Christoph Neugirg bereits 1989, als er zum Abteilungsleiter seines Heimatvereins SV Unterneukirchen gewählt wurde. Elf Jahre stand er an der Spitze der SVU-Weitschützen. Ebenfalls 1989 übernahm der Schlosser das Amt des Weitenwarts im damaligen Kreis 200 Inn-Salzach. Diese Tätigkeit bekleidete er bis 2003. Mit den Anfängen als Kreis-Weitenwart verbindet Neugirg auch "einen seiner schönsten Momente im Eisstock-Weitschießen". Nämlich das Weltrekordschießen auf dem Seeoner See am 9. Dezember 1989. Dabei stellte sein Mentor Manfred Zieglgruber - er brachte Neugirg zum Weitschießen - mit unglaublichen 566,53 Metern einen sagenhaften Weltrekord auf der seither nie annähernd in Gefahr geriet. 1990 legte der mehrfache Kreis-, Bezirks- und bayerische Meister die Prüfung zum "Übungsleiter Eisstocksport" ab. Von 1997 bis 2004 coachte er die bayerische Weitschützenelite als BEV-Landestrainer. Zudem übernahm er von 2002 bis 2004 in Personalunion kommissarisch das Amt des BEV-Fachwarts im Weitenwettbewerb. Nach seiner Hochzeit und dem damit verbundenen Umzug nach Taufkirchen übernahm er von 2002 bis 2006 die Abteilungsleitung beim TSV Taufkirchen. 2004 legte Neugirg, nach sieben erfolgreichen Jahren, das Amt des Landestrainers ab. Von 2004 bis Juni dieses Jahres widmete er sich voll und ganz der arbeits- und zeitaufwendigen Tätigkeit als BEV-Fachwarts. Zu seinen größten Erfolgen als leitender Weitschieß-Funktionär des Bayerischen Eissport-Verband (BEV) zählt der deutsche Doppel-Triumph bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2008 in Freilassing. Alexander Signer vom ESV Gersthofen wurde damals 1. Junioren-Weltmeister im Eisstock-Weitenwettbewerb und zusammen mit Thomas Schneckenpointner (EC Freilassing-Hofham), Stefan Kufner (SC Reichenbach) und Marc Tafertshofer (TSV Pähl) ging auch die deutsche Junioren-Nationalmannschaft als Premieren-Weltmeister in die Geschichtsbücher des Eisstocksports ein. Zu Neugirgs Nachfolger wurde auf dem BEV-Verbandstag Peter Simon aus Germerswang gewählt. Das Amt als Schriftführer des DESV-Fördervereins, welches er seit 2007 inne hat, will er vorerst fortführen.

Jetzt arbeitet er an der bundesweit größten Stocksporthalle

Gemütlich zurücklehnen will sich Neugirg nicht. Derzeit engagiert er sich stark beim Neubau der mit 133 Metern deutschlandweit größten Stocksporthalle in Unterneukirchen. Sein erklärtes Ziel ist es, dass beim 50-jährigen Vereinsjubiläum des SV Unterneukirchen im nächsten Jahr, sowohl der Europa-Cup als auch der Ländervergleich der Weitschützen in Unterneukirchen stattfinden. kam

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