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ABRISS EHEMALIGES KONEN-GELÄNDE

Großgerät frisst sich durch Fabrikskelett

„Mit kleinem Abbruchwerkzeug muss man da nicht anfangen“, sagt Franz Schaber, während sich hinter ihm zwei Bagger mit Betonzangen durch das Skelett des Fabrikgebäudes am Münchner Platz fressen. Fast 60 Jahre nach dem Bau wird das ehemalige Konen-Zweigwerk (siehe unten) platt gemacht, um Platz zu schaffen für ein neues Stadtquartier.

Waldkraiburg – Schwierige und aufwendige Abbrucharbeiten gehören zum Kerngeschäft des Unternehmens aus Reichertsheim. Auf das Schleifen größerer Objekte hat sich der Betrieb mit insgesamt 20 Mitarbeitern spezialisiert, so Projektleiter Franz Schaber. Das ehemalige Möbelhaus Burhenne in Mühldorf, eine Halle von MD-Elektronik in Waldkraiburg oder die BayWa in Grafing zählen zu den Aufträgen der jüngeren Vergangenheit. Der Konen-Bau ragt insofern heraus, dass er inklusive Wohnhaus und Kesselhaus mit über 30 000 Kubikmeter umbautem Raum wohl eines der größten, wenn nicht das größte Abbruchprojekt in der Firmengeschichte darstellt.

Und eines, das die Mitarbeiter auch vor einige Herausforderungen gestellt hat. Schon im Herbst haben die Arbeiten begonnen. Das Fabrikgebäude wie die Nebengebäude mussten komplett entkernt werden, hauptsächlich in Handarbeit.

Schaber berichtet von einem hohen Anteil von belasteten Stoffen, asbesthaltige Materialien im Wohnhaus und PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), teerhaltige Stoffe in den Bodenbelägen oder Bodenaufbauten im Produktionsgebäude.

Das Material wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben beprobt und danach auf die dafür vorgesehenen Deponien gebracht, so Schaber, dessen Firma eng mit der Abfallwirtschaft im Landratsamt, Fachbüros und Entsorgungsfirmen zusammenarbeitet.

Erst nach der Entkernung konnte das große Gerät auffahren, die Bagger mit den schweren Betonzangen, die der massiven Bewehrung Herr werden, die für die Betonskelettbauweise typisch ist. Das Betonmaterial wird geschreddert, von der TU München auf Schadstoffe beprobt und – so weit unbedenklich – wieder als Baustoff aufbereitet. Auch das Abbruchholz wird wieder verwendet.

Ende dieser Woche kommt der dritte Bagger. Dann geht es an den rechten Flügel des Fabrikgebäudes (von der Straße aus gesehen), um den Weg frei zu machen für die Verlegung der Fernwärmeleitung.

Ungefähr acht Wochen werden die Arbeiten noch in Anspruch nehmen, dann können die Mitarbeiter der Firma Schöberl mitsamt ihrem schweren Abbruchgerät vom alten Konen-Areal abziehen. Und die Baumaschinen können auffahren. Ein modernes Seniorenzentrum und acht Punkthäuser mit über 160 Eigentumswohnungen werden auf dem Areal entstehen (wir berichteten).

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