Großbrand: Polizei ohne heiße Spur

Die Ermittlungen in Bezug auf den Großbrand einer Ladenzeile in Waldkraiburg laufen auf Hochtouren. Am Wochen ende haben Beamte der Soko „Prager“ die Bewohner des vom Brand betroffenen Gebäudes befragt. Fib/Eß
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Die Ermittlungen in Bezug auf den Großbrand einer Ladenzeile in Waldkraiburg laufen auf Hochtouren. Am Wochen ende haben Beamte der Soko „Prager“ die Bewohner des vom Brand betroffenen Gebäudes befragt. Fib/Eß

Waldkraiburg – Bei der Aufklärung des Großbrands am Sartrouville-Platz hat die Polizei noch keine heiße Spur.

Trotz zahlreicher Zeugenvernehmungen gebe es keine neuen Erkenntnisse, so ein Sprecher des Präsidiums am Montag auf Anfrage.

Ermittlungenlaufen weiter

Wie berichtet, gehen die Soko „Prager“ und die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München von vorsätzlicher Brandlegung in einem türkischen Lebensmittelmarkt aus. Ermittelt wird in dem Zusammenhang auch wegen zweier nächtlicher Übergriffe auf türkische Geschäfte im Vorfeld des Brandes.

Am Maifeiertag hatten Beamte der Soko Bewohner des vom Brand betroffenen Gebäudes befragt. Am Wochenende folgten Befragungen von Hundert Gewerbetreibenden mit türkischer Staatsbürgerschaft oder türkischen Wurzeln im Stadtgebiet. Die Soko, der über 35 Beamte angehören, wurde dabei von den Polizeiinspektionen Burghausen, Altötting und Mühldorf unterstützt.

Hinweise zu den Straftaten werden unter Telefon 0 80 31/2 00 31 80 (8 bis 22 Uhr) oder 0 80 31/2 00 30 87 (22 bis 8 Uhr) entgegengenommen. Für Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Tat oder Ergreifung des Täters führen, hat die Soko eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt.

Auch das türkische Generalkonsulat aus München hat sich in dieser Angelegenheit eingeschaltet. Wie das Konsulat auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen bestätigt, hat Generalkonsul Mehmet Günay bereits in der vergangenen Woche Waldkraiburg besucht, um Gespräche mit Polizeipräsident Robert Kopp und weiteren Vertretern der Polizei zu führen.

Auch das Konsulatschaltet sich ein

Auch mit den Inhabern des Gemüseladens, in dem der Brand mutmaßlich gelegt wurde, sowie dem Lokal und dem Friseursalon, die wenige Tage zuvor beschädigt und verunreinigt wurden, sei Günay zusammen getroffen. Zu den Inhalten der Gespräche macht das Konsulat keine Angaben. Man verweist auf die zuständigen deutschen Ermittlungsbehörden, insbesondere das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

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