Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Gospel-Train gewann an Fahrt

Stefanie Gäßl war eine der Gesangssolisten des Garser Chores "Gospel-Train" unter ihrem Leiter Michael Gäßl (linkes Foto), der das Publikum in der Aschauer Gemeindehalle am Samstagabend zu begeistern wusste und bei Zugaben zum Konzert zum Tanzen und Mitsingen animierte. Fotos kch
+
Stefanie Gäßl war eine der Gesangssolisten des Garser Chores "Gospel-Train" unter ihrem Leiter Michael Gäßl (linkes Foto), der das Publikum in der Aschauer Gemeindehalle am Samstagabend zu begeistern wusste und bei Zugaben zum Konzert zum Tanzen und Mitsingen animierte. Fotos kch

Mit dem Lied "Kumbaya, my Lord" setzten die über 30 Sängerinnen und Sänger des Garser Chores in blau-schwarzen Bühnengewändern am Samstag ihren "Gospel-Train" in Richtung Publikum in Bewegung.

Aschau - Zunächst etwas verhalten leise begann der Chor in der nicht ganz vollbesetzten Gemeindehalle seinen rund zweistündigen Auftritt, der von Mal zu Mal an Lautstärke und Intensität zunahm. Er bildete den Auftakt für die neue Konzertsaison.

Gleich als der Gospelchor unter Leitung von Michael Gäßl in zwei Gruppen aus dem Dunkel des Saales auf die hellere Bühne trat, brachte er mit seinem Gesang Strahlkraft und Begeisterung mit, die sich auf zunehmend auf die Zuhörer übertrug. Das erklärt sich auch aus der Absicht des Laienchores, der unterstützt von einer vierköpfigen Band und einem Bläserensemble, die Herzen der Menschen mit Glaube, Liebe, Hoffnung, Gott und seinem Geist zu erfüllen suchte. Insofern unterscheidet er sich von anderen Gesangvereinen und zeigte dabei doch eine angenehme Professionalität.

Mit seiner ganzen Persönlichkeit steuerte "Zugführer" Michael Gäßl die Fahrt des Gospel-Trains, indem er recht launig und auf echt bayrisch die englischen Titel der traditionellen, aktuell komponierten Gospels sowie der afrikanischen Chormusik ankündigte, aber auch das ungewollt angehende Licht in der Hallengalerie humorvoll kommentierte.

Ein Glücksfall für das ganze Ensemble sind seine Fähigkeiten zu vielfältigen Arrangements bekannter und neuer Songs, die er gemeinsam mit fünf weiteren Solisten und dem Chor ausgezeichnet musikalisch umsetzte. Mit beachtlichem Stimmvolumen überzeugten neben ihm zum Beispiel Stefanie Sax mit "Put your hands together", Sabine Knobloch mit "Let us all come back", Franz Neudecker mit "Praise his holy name" sowie Stefanie Gäßl bei "I'm on my way" als Gesangssolisten.

Einen Höhepunkt im ersten Konzertteil bildete der Ausflug zum afrikanischen "König der Löwen" mit dem Lied "One by one", ehe mit "May the Lord God bless you real good" eine Reihe neuerer, das Publikum noch mehr herausfordernder Gospels eingeleitet wurde. Nach der Pause gefiel der "Gospel-Train" durch Stücke mit verschiedenen Solisten (hier auch Sieglinde Pointner als Solistin im Einsatz) in wechselnden Besetzungen. Außerdem trugen die begleitenden Instrumentalisten mit gelungenen Soli zur Abwechslung im Programm bei, so unter anderem die Trompeten beim Titel "So get up".

Gegen Ende des Auftritts gewann der Gospel-Train zusehens an Fahrt. Die "Fahrgäste" wurden lockerer, es hielt sie schließlich nichts mehr auf den Plätzen. Sie klatschten, tanzten und sangen mit, bei den Zugaben "Down by the riverside" und "O happy Day". Unter den begeisterten Zuhörern waren auch einige behinderte Menschen aus der Wohngemeinschaft Ramsau (Stiftung Ecksberg), die dem Dirigenten auf der Bühne spontan ihre Hände zum Dank entgegenstreckten, die er gern drückte.

Dann stoppte der "Gospel-Train" bewusst in seinem Programmablauf und der Chor stimmte a cappella die südafrikanische Nationalhymne "Nkosi sikelel' I Afrika" auf einer nahezu völlig abgedunkelten Bühne an. Die meisten inzwischen wieder sitzenden Besucher waren so tief berührt, dass sie den Abschlussapplaus erst mit kurzer Verzögerung spenden konnten.

kch

Kommentare