WALDKRAIBURGER WOCHENSCHAU

Glück auf! Ein gutes Motto für den Waldkraiburger Wochenrückblick von Hans Grundner

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  • Hans Grundner
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Glück auf! Das Motto, das ein Schalker Fußball-Fan mitten aus der Bayern-Hochburg Waldkraiburg in den schwersten Stunden seines Lieblingsclubs beherzigt, hat Hans Grundner zur aktuellen Waldkraiburger Wochenschau inspiriert.

Kommentar – Wahre Freundschaft beweist sich nicht, wenn die Erfolgskurve steil nach oben zeigt. Und echte Fanliebe nicht in der Stunde des Champions-League-Triumphs. Treue ist dann gefragt, wenn es mal schief läuft, wenn’s bergab geht.

Das können nicht nur Fußball-Fans – welcher Vereinsfarbe sie auch immer zuneigen – derzeit von Schalke 04 lernen, nicht vom unfähigen Management und den überbezahlten Profis, sondern von Männern wie Manfred Soballa aus dem Waldkraiburger Föhrenwinkel. Mitten im roten Bayern-Revier geht er mit seinem blauen Revier-Club aus dem Pott durch dick und dünn. Und zeigt das auch noch.

Wahre Liebe hält auch in der 2. Liga. Dass es so was noch gibt, hilft Fußball-Romantikern, sich den Glauben und die Freude an der schönsten Nebensache der Welt bei all dem hässlichen Millionengepokere überhaupt noch zu bewahren. Im Übrigen ist alles relativ. Denn Schalke 04 steht immer noch dort, wo Nürnberg-Fans oder gar Sechziger und Unterhachinger gerne stünden.

Glück auf! Singen die Schalker in ihrem Vereinslied. Glück auf, alles Gute! Das wünschen viele Waldkraiburger auch dem Pfarrerehepaar Anita Leonhardt und Simon Stritar, das nach fünf Jahren, in denen sie so manchen jungen, manchmal unkonventionellen Impuls in der Kirchengemeinde gesetzt haben, Adieu sagt. Der Abschied in Raten hat schon begonnen. Pfarrer Stritar hat die neue Stelle in Neuötting schon angetreten, wohnt aber weiter im Waldkraiburger Pfarrhaus. Pfarrerin Leonhardt bleibt noch bis Sommer, ehe sie eine Mühldorferin wird. Es ist also noch Zeit, Abschied zu nehmen.

Glück auf! Ach ja, das wäre schön. Wenn endlich was vorangeht am Waldkraiburger Bahnhaltepunkt. Für Rollstuhlfahrer ist er bis heute eine Station ins Nirgendwo. Ausgerechnet in der größten Stadt im Landkreis mit einer besonders hohen Zahl von Menschen mit Handicap steht das B nicht für Bahnhof, sondern für Barriere. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Und soll sich bis 2023 ändern. Der barrierefreie Umbau, der schon mal versprochen war – diesmal muss er wirklich kommen.

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