Es gibt ein Leben danach

Diese Woche hat einen Namen: Corona. Im Stundenrhythmus hat das Virus alle Planungen und Vorhaben über den Haufen geworfen, nicht nur bei der Zeitung.

Überall. In Firmen, in Schulen, in Kirchen, in Kitas und Seniorenheimen. Im ganzen öffentlichen und privaten Leben.

Mancher mag sich drüber aufregen. Schließlich wirkt Waldkraiburg, der ganze Landkreis Mühldorf, in dem bislang noch kein Infektionsfall gemeldet wurde, wie eine Insel der Seligen. Doch so was gibt es bei Corona nicht. Vernunft und Verantwortungsbewusstsein sagen: Es geht nicht ohne die von Staat und Behörden verhängten Einschränkungen auf Zeit. Es geht um Prävention, um vorbeugende Maßnahmen, damit die Ausbreitung eines Erregers, von dem die Fachleute noch immer zu wenig wissen, gebremst werden kann.

Wir dürfen dem Virus nicht leichtfertig den Weg ebnen – doch ebenso wenig sollten wir der Angst Raum lassen, sollten vielmehr besonnen bleiben. Schon am Sonntag bei den Kommunalwahlen. Der Gang ins Wahllokal ist nach Einschätzung der Experten nicht gefährlicher als der Einkauf. Zum Wählen braucht es keine engen Kontakte mit anderen. Ein Fernbleiben von den Wahlen wäre fatal, grade in Zeiten, in denen es eine lebendige Demokratie dringend braucht.

Denn eins ist klar, auch wenn sich das mancher in diesen Tagen kaum vorstellen kann: Es wird ein Leben nach Corona geben...

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