Fällt die "narrische Zeit" wegen Corona flach? Waldkraiburger Faschingsgesellschaft bangt

Die Faschingsgesellschaft Waldburgia steht in den Startlöchern. Wie in den Jahren zuvor – wie hier mit Pascal I. und Sonja I. – soll es heuer auch ein Prinzenpaar geben.
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Die Faschingsgesellschaft Waldburgia steht in den Startlöchern. Wie in den Jahren zuvor – wie hier mit Pascal I. und Sonja I. – soll es heuer auch ein Prinzenpaar geben.
  • Erika Fischer
    vonErika Fischer
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Den Fasching abschreiben, das ist für Charly Salinger, Präsident der Faschingsgesellschaft Waldburgia, aktuell keine Option. Der Verein soll so bald wie möglich mit den Vorbereitungen für die Saison beginnen. Doch wegen Corona wird nicht alles möglich sein wie in den vergangenen Jahren.

Waldkraiburg – Der TSC Waldkraiburg, hat sich bereits entschieden: In der Faschingssaison 2020/2021 wird sich der Verein nicht in das Geschehen einbringen. Ein Entschluss mit Auswirkung auf die Faschingsgesellschaft Waldburgia: „Wir wollen, wenn es irgendwie möglich wird, als Faschingsgesellschaft Waldburgia im nächsten Jahr das närrische Treiben in unserer Stadt mitgestalten“, sagt Präsident Charly Salinger. „Seit 18 Jahren stehe ich dem Verein vor, wir haben Höhen und Tiefen durchgestanden, aber so ein Vabanquespiel wie es durch die Corona-Pandemie entstanden ist, habe ich noch nicht erlebt.“

Präsident Charly Salingerwill in der nächste Saison das närrische Treiben in der Stadt mitgestalten.

Auch ein Prinzenpaar hat schon zugesagt

Bestärkt sieht sich Salinger nach einem Gespräch mit Michael Achatz. „Wir wollen den Fasching noch nicht komplett abschreiben, aber wir planen mit angezogener Handbremse“, sagt der Vorsitzende der benachbarten Kraiburger Narrengilde. Die Vorbereitungen in Waldkraiburg auf die neue Saison sollen so bald wie möglich beginnen. Bis zum 31. Oktober müsse feststehen, mit welchen Aktiven die Waldburgia den Fasching gestalten will und ein halbes Jahr brauche man für die Vorbereitung des Faschingsheftes. 

„Die Aktiven sind so gut wie startklar: Ich allein kenne das tolle Prinzenpaar, das sich voll und ganz einbringen will und eventuell auch 2022 noch zur Verfügung stehen wird.“

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Daneben ist es die Marschgarde, die ab September mit dem Training beginnt und außer der Musik und dem Trainer keine Unkosten verursacht, denn die Kostüme liegen ja bereit. Die Showgarde ist schon voll im Training und könnte ein Super- Programm bieten. Ja, sogar eine Männergarde stünde bereit, eventuell ins Faschingsgeschehen einzusteigen.

Faschingszug nur in abgespeckter Form

Ob es am 11.11. einen Auftritt vor dem Rathaus gibt, um die Saison 2020/2021 zu eröffnen, hänge sicher von der weiteren Entwicklung der Corona-Zahlen ab. Einen Faschingszug mit Faschingstreiben auf dem Sartrouville-Platz werde es, wenn überhaupt, sicher nur in abgespeckter Form geben und auch die Auftritte im Haus der Kultur, in der Gummiwerk- Kantine und im Waldkraiburger Umland hängen von der weiteren Covid19- Entwicklung ab.

Dabei ist der Verein weitgehend von den Faschingseinnahmen abhängig, sei es von den Inseraten im Faschingsheft und dem Treiben auf dem Sartrouville- Platz, vor allem jedoch von den Auftritten der Waldburgia, die von der Stadt, den umliegenden Gemeinden und den Vereinen gebucht werden. „So durften wir im vergangenen Jahr beim Ball der Stadt Waldkraiburg, bei den Banater Schwaben, den Siebenbürger Sachsen, den Egerländern, beim CSU- Ball, beim Kinderfasching im Cinewood und in so manchen auswärtigen Sälen auftreten“, sagt Salinger. Wenn es unbedingt sein müsse, könne man alle Vorhaben auch um zwei Jahre verschieben.

Der Waldburgia- Präsident schwebt so zwischen Hoffen und Bangen, wenn er an die kommenden Wochen und Monate denkt. „Sehr wichtig für uns ist, dass wir weiterhin zusammenhalten, im Training zusammenbleiben und so die Gemeinschaft pflegen“, ist Charly Salinger überzeugt.

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