„Gesunde Pause“ wird zum Renner

Ein ganzer Tisch voll mit gesundem Essen für die Pausen an der Mittelschule an der Dieselstraße. RE

„Das Rezept für die Wraps mit Gemüsefüllung muss ich mir geben lassen“, meinte ein Schülervater, der zu den Eltern und Besuchern gehörte, die der Einladung der Mittelschule an der Dieselstraße zum Verkosten der „Gesunden Pause“ gefolgt waren.

Der Grundstein zu dieser Aktion wurde im letzten Sommer von den beiden Lehrerinnen Lisa Vogl mit einer sechsten und Helga Rost mit einer fünften Klasse gelegt, als nach den Ferien die Hausmeisterin für längere Zeit wegen Krankheit ausfiel. Ein weiterer Impuls war, dass man etwas gegen den Dauerbrenner Schokoriegel unternehmen wollte, den viele Eltern ihren Sprösslingen als Pausenverpflegung mitgaben. So kam die Idee auf, dass in jeder Schulwoche an einem Tag eine Klasse die „Gesunde Pause“ übernehmen sollte. Dazu erklärten sich spontan je eine sechste, siebte, achte und zehnte Klasse bereit. „Es bestand keinerlei Zwang für die Schüler“, so Rektorin Birgit Huber-Heinrich, „obwohl sie wussten, dass sie drei Unterrichtsstunden vom Morgen bis zur Pause dafür opfern müssen.“

Eine weitere Voraussetzung für den Verkauf der selbst gefertigten Angebote war die Gesundheitsschulung, der sich sowohl Lehrer als auch Schüler unterziehen mussten. Doch die Mühe hat sich gelohnt: Die Pausensnacks fanden und finden reißenden Absatz!

Viele Schüler bringen inzwischen auch Gesundes von zuhause mit. „Es gibt sogar Süßes, zum Beispiel Vollkornbrote mit Honig von unseren eigenen Bienenvölkern und wohlschmeckende Fruchtaufstriche“, sagt eine Sechstklässlerin.

Einen weiteren positiven Nebeneffekt sieht die Schulleiterin in dieser Aktion: „Die Schüler lernen zu kalkulieren, damit die „Gesunde Pause“ auch zum Selbstkostenpreis angeboten werden kann.“ fis

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