Dem Gemeindeleben Raum geben

Alle ziehen an einem Strang um das Projekt "Pürtner Pfarrhofrenovierung" und freuen sich über das gelungene Modell: (von links) Kirchenpfleger Done Brunnhuber, Stadtkämmerer Thomas Mühlbäck, Angela Hartinger-Hirn von der Abteilung Stadtentwicklung, Architekt Anton Michael, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Hintereder, Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer und Pfarrer Martin Garmaier.
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Alle ziehen an einem Strang um das Projekt "Pürtner Pfarrhofrenovierung" und freuen sich über das gelungene Modell: (von links) Kirchenpfleger Done Brunnhuber, Stadtkämmerer Thomas Mühlbäck, Angela Hartinger-Hirn von der Abteilung Stadtentwicklung, Architekt Anton Michael, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Hintereder, Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer und Pfarrer Martin Garmaier.

Waldkraiburg-Pürten/St. Erasmus - Zwei Millionen Euro soll die Gesamtmaßnahme "Renovierung des Pfarrhofes Pürten" kosten. Bei der Pfarrversammlung stellte der Architekt das Modell und die Pläne mit Details vor.

Die gut besuchte Pfarrversammlung im Gasthaus "Adria Grill" in St. Erasmus stand überwiegend im Zeichen der Renovierung des Pürtner Pfarrhofes, wozu der bearbeitende Architekt Anton Michael aus Rimsting auch Pläne und ein Modell mitgebracht hatte. Zwei Millionen Euro teuer soll die Gesamtmaßnahme werden (siehe unten stehenden Bericht).

Eingangs gab Michael Kapsegger als Kirchenpfleger von St. Erasmus bekannt, dass die Kirchenheizung schon sehr alt ist und die Tanks marode sind. Es wäre sinnvoll, eine Sitzheizung einzubauen, das Häuschen der Tanks abzureißen und diese Fläche eventuell im Zuge der Dorfplatz-Errichtung mitzupflastern. Der "Heilige Florian" des Seitenaltars befindet sich derzeit in Reparatur, die etwa 500 Euro ausmachen wird.

Pürtens Kirchenpfleger Done Brunnhuber erwähnte unter anderem die zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen zugunsten der Pfarrhof-Renovierung und dankte allen, die dazu beigetragen haben. Zudem wurden die Reliefs und das alte Priestergrabkreuz restauriert. "Der Abriss der Garage beim Pfarrhof ist genehmigt", gab er bekannt.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Hintereder zählte in der Pfarrei Pürten 1089 Katholiken auf, davon sind etwa 136 Kirchgänger. Weiter erwähnte er derzeit 40 Ministranten, die auch beim Fußballturnier erfolgreich waren und vielseitig aktiv sind. Bei der Landjugend geht es mit 20 Mitgliedern wieder aufwärts; sie bringen sich mit Aktionen wie etwa der Altkleidersammlung im Gemeindeleben ein. Wöchentlich trifft sich die Mutter-Kind-Gruppe und organisiert auch die Faschings- oder Martinsumzüge. Fast 100 Mitglieder hat der Frauenbund; er ist vielfältig präsent etwa mit der Kräutersträuße-Aktion oder bereitete 700 Artikel für den Christkindlmarkt vor. All diese Gruppierungen treffen sich regelmäßig im Gemeindehaus Pürten, ebenso der Kirchenchor Pürten/Maria Schutz zur Chorprobe sowie Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung zu den Sitzungen. Kommunion- und Firmvorbereitung, Treffen vom Fa-Go-Team, Seniorennachmittag oder Kinderbasare finden ebenfalls dort statt, sodass dieses Gebäude mit mindestens 160 Belegungen im Jahr aufwarten kann.

Seit 1991 gibt es Versuche zur Wiederbelebung

Dies bezeugt, wie notwendig die Sanierung des Pfarrhofes ist, um dort für das Gemeindeleben passende Räume zu schaffen. Seit 1991 wurden immer wieder Versuche gestartet und seit etwa vier Jahren hat sich das Team mit Done Brunnhuber und Franz Harrer von der Kirchenverwaltung sowie Wolfgang Hintereder und Erwin Spierer vom Pfarrgemeinderat regelmäßig getroffen, Verbindungen geknüpft und sich intensiv für die Pfarrhof-Renovierung eingesetzt. Die Pläne liegen nun vor, der erste Bauabschnitt ist finanziert und Vorarbeiten wie die Verlegung von Grabstellen wurden durchgeführt.

Zwei große Schritte: Friedhofsmauer mit Rampe und Pfarrhof

Architekt Anton Michael stellte heraus, dass die Sanierung in zwei Einzelmaßnahmen geteilt wird - Friedhofsmauer mit Rampe und Pfarrhof. Durch die Erstellung einer Rampe mit einer Steigung von acht Prozent wird ein barrierefreier Zugang zum Pfarrhof geschaffen und zugleich damit die sanierungsbedürftige Friedhofsmauer abgestützt. Diese Maßnahme soll heuer starten; die Kosten belaufen sich auf etwa 600000 Euro.

"Nach langen Prozessen hoffen wir, dass alles klappt und mit dem ersten Teil heuer sowie mit dem Pfarrhof eventuell im nächsten Jahr begonnen wird", stellte Pfarrer Martin Garmaier heraus. "Mit dem Kompromiss 'Altes erhalten - modern und praktisch gestalten' wird es etwas Tolles, das den ganzen Ort prägt".

bac/Waldkraiburger Nachrichten

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