Gemeinde Rattenkirchen beteiligt sich am Energieeffizienznetzwerk

Energieverbräuche will das Energieeffizienznetzwerk durch technische Verfahren, etwa die Thermographie, transparent machen und Einsparpotenziale aufzeigen.
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Energieverbräuche will das Energieeffizienznetzwerk durch technische Verfahren, etwa die Thermographie, transparent machen und Einsparpotenziale aufzeigen.

Die Gemeinde Rattenkirchen beteiligt sich am Energieeffizienznetzwerk, das die Kommunen energietechnisch berät. So hat es der Gemeinderat einstimmig in der jüngsten Sitzung beschlossen.

Rattenkirchen – Die Gründung eines kommunalen Energieeffizienznetzwerkes in Altötting und Mühldorf gemeinsam mit der Energieagentur ist seit einiger Zeit im Gespräch. Die Verwaltungsgemeinschaft Heldenstein-Rattenkirchen hatte bereits kurz vor der Sitzung des Rattenkirchner Gemeinderats darüber beraten, ob man sich an dem Netzwerk beteiligen soll. Dessen Gründung wird vom Institut für systemische Energieberatung an der Hochschule Landshut begleitet und voran getrieben, für das Katharina Zeiser dem Gemeinderat einen kurzen Überblick über die Ziele und Eigenschaften des Projektes gab.

Das Programm hat zwei Säulen

Das Programm hat laut Zeiser zwei wesentliche Säulen: Da ist zum Einen die kommunenspezifische energietechnische Beratung, die beispielsweise Transparenz über Energieverbräuche liefern soll und Einsparpotenziale aufzeigt. Zum Anderen gibt es moderierte Netzwerktreffen, die vierteljährlich für fachlichen Input sorgen und die Vernetzung mit den übrigen Mitgliedsgemeinden voranbringen sollen. Dabei können beispielsweise bereits umgesetzte Maßnahmen besichtigt werden.

Die Teilnahme erstreckt sich über drei Jahre, von denen das erste der Datenerfassung zum Beispiel durch Thermographie kommunaler Liegenschaften dient. Im zweiten Jahr werden konkrete Projekte geplant, die dann im dritten Jahr umgesetzt werden. Jede teilnehmende Kommune bekommt 40 Beratertage, die individuell eingesetzt werden können.

Lohnt sich das für die Gemeinde?

Lohnt sich diese Maßnahme bei den wenigen Liegenschaften in Rattenkirchen tatsächlich? Diese Frage sorgte für Diskussionen im Gemeinderat, denn immerhin beträgt der kommunale Anteil nach Abzug der 70- prozentigen Förderung über alle Jahre zusammen 13 800 Euro netto.

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Da die Verwaltungsgemeinschaft Heldenstein-Rattenkirchen als „Teilnehmer“ auftreten wird, können die Beratertage aber auf die beiden Gemeinden nach Bedarf aufgeteilt werden und dann im Anschluss an das Projekt anhand der in Anspruch genommenen Beratungsleistungen auch die Kosten. Unter dieser Voraussetzung beschloss der Gemeinderat schließlich, sich an dem Projekt zu beteiligen.

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