DAS GESCHAH AM 4. MÄRZ 1919

Gedenken der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Am Mahnmal trafen sich (von links) Bürgermeister Robert Pötzsch, Ortsobmann Andreas Pawel und Kreisobmann Dr. Wolfgang Theissig zur Kranzniederlegung.
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Am Mahnmal trafen sich (von links) Bürgermeister Robert Pötzsch, Ortsobmann Andreas Pawel und Kreisobmann Dr. Wolfgang Theissig zur Kranzniederlegung.

Alljährlich wird im März, am „Tag der Selbstbestimmung“, bei einer Gedenkfeier am Mahnmal gegen die Vertreibung in Waldkraiburg der Sudetendeutschen gedacht, die am 4. März 1919 bei einer friedlichen Demonstration für die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts getötet wurden.

Waldkraiburg - Aufgrund der Corona-Pandemie und der daraus folgenden Einschränkungen konnte die Feier nicht in der gewohnten Form durchgeführt werden.

Stellvertretend für die üblicherweise anwesenden Gäste, bestehend aus Landsleuten und Vertretern der Kirchen, Heimatgruppen, Landsmannschaften und der Kommunalpolitik, fand dennoch die obligatorische Kranzniederlegung statt – in aller Stille ohne Gäste, ohne Reden und ohne Musik.

Kreisobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Dr. Wolfgang Theissig und Waldkraiburgs Ortsobmann Andreas Pawel gedachten gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister der Stadt Waldkraiburg, Robert Pötzsch, den Ereignissen von 1919.

Für Ortsobmann Pawel hat der Gedenktag trotz der Corona-Einschränkungen eine wichtige Aufgabe. „Der Tag der Selbstbestimmung mahnt die Bürger auch nach über 100 Jahren zu Frieden und Verständigung“, betonte er.

Konflikte zwischen ethnischen Gruppen seien nach wie vor weltweit zu beobachten. „Millionen von Menschen wurden seither aus ihrer angestammten Heimat vertrieben und unzählige Unschuldige mussten dabei ihr Leben lassen.“ Auch wenn es nicht immer präsent ist, müsse es das im Bewusstsein bleiben und aufs Schärfste verurteilt werden, dass dieses Unrecht nach wie vor geschehen könne. (re)

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