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Streit um Selbstständigkeit der Gemeinden

Gebietsreform vor 50 Jahren: Stadt Waldkraiburg steht loyal zu Landkreis Mühldorf

Vor 50 Jahren tobte ein harter Kampf um die Selbstständigkeit von Gemeinden und Landkreisen in Bayern. Sogar Straßensperren, wie hier in der Gemeinde Emershausen, wurden errichtet. So heftig ging es im Landkreis Mühldorf nicht zu, aber hart gerungen wurde auch hier.
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Vor 50 Jahren tobte ein harter Kampf um die Selbstständigkeit von Gemeinden und Landkreisen in Bayern. Sogar Straßensperren, wie hier in der Gemeinde Emershausen, wurden errichtet. So heftig ging es im Landkreis Mühldorf nicht zu, aber hart gerungen wurde auch hier.

Waldkraiburg und die Welt – Kein Thema wird in der Woche vor 50 Jahren so heftig diskutiert wie die Gebietsreform.

Im Tauziehen um den Erhalt des Landkreises Mühldorf dankt Landrat Erich Rambold in einer CSU-Veranstaltung in Waldkraiburg Stadtrat und Bürgermeister für die Loyalität zu Mühldorf. Einstimmig hatten sich diese gegen einen Zusammenschluss der Kreise Wasserburg und Mühldorf ausgesprochen, wie die Regierung vorgeschlagen hatte. Dabei hätte Waldkraiburg auf längere Sicht Aussichten gehabt, dadurch Kreisstadt zu werden.

Der Berliner Bär, der nach einem Autounfall Monate lang nicht mehr auf seinen Sockel vor dem Postamt zurückkehrt, bleibt Stadtgespräch. Grund ist die Gerichtsverhandlung gegen den Autofahrer. Der Mann, der das steinerne Wappentier umfuhr, soll bei dem Unfall mit zwei Promille sturzbetrunken gewesen sein. Eine Bardame entlastete ihn. Und die Aussage, er sei ein gestandener Bayer, habe deshalb etwas gegen Preißn-Bären und sich gedacht: Der Bär muss weg. Das Schöffengericht lässt die Trunkenheit am Steuer fallen, bleibt eine Geldstrafe von 400 Mark wegen einer Ordnungswidrigkeit.

Ein Fall für das Königlich Bayerische Amtsgericht, findet Dr. Walter Brand, Waldkraiburger Stadtrat, in einem Leserbrief.

Im Streit um die Zukunft des 800 Hektar großen Mühldorfer Hart sprechen sich die Gemeinden Mettenheim und Altmühldorf in einer Resolution für den Erhalt einer 100 Hektar großen „grünen Lunge“ aus. Der Wald soll Schutz und Erholungswald bleiben und die Funktion eines Sperrriegels und biologischen Filters gegen die Luft erhalten, die durch die Abgase der Industrieanlagen verunreinigt ist. Die Stadt Waldkraiburg und die Gemeinde Ampfing waren sich zuvor schon über eine Aufteilung der restlichen Fläche des Staatsforstes zwischen den beiden Kommunen einig geworden und hatten deren Eingemeindung beantragt.

Waldkraiburg habe keinesfalls vor, die gesamte Fläche mit Industrieanlagen zu bebauen, stellt Bürgermeister Josef Kriegisch klar. Das wäre die Ausdehnung einer Großstadt. Kriegisch: „Das Ziel kann niemals dahin gehen!“

Noch immer ist offen, ob die CSU Waldkraiburg im März 1972 mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten den SPD-Amtsinhaber Kriegisch herausfordert. Sogar ein Kandidat aus München ist im Gespräch. CSU-Landrat Rambold hält einen eigenen Bürgermeisterkandidaten in Waldkraiburg nicht für notwendig. So gut sei die Zusammenarbeit mit dem SPD-Amtsinhaber.hg

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