Gartenanlage naturnah gestaltet

Der Eingangsbereich in das Seniorenzentrum St. Nikolaus wurde neu bepflanzt (links). Zahlreiche Nistkästen sollen vor allem dem Haussperling helfen (rechts). Fotos ng
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Der Eingangsbereich in das Seniorenzentrum St. Nikolaus wurde neu bepflanzt (links). Zahlreiche Nistkästen sollen vor allem dem Haussperling helfen (rechts). Fotos ng

Kraiburg - Die große, alte Linde im Eingangsbereich des Seniorenzentrums St. Nikolaus, ein echter Blickfang für das Haus, musste gefällt werden, weil die Verkehrssicherheit des Baumes nicht mehr gegeben war.

Xaver Florentz als Hauseigentümer und Maria Pojda als Leiterin des Pflegeheims nutzten nun die Gelegenheit, nicht nur wieder einen neuen, stattlichen Baum zu pflanzen, sondern die gesamte Außenanlage durch gezielte Pflanzungen durch Gartendesigner Bernd Mayr besonders für heimische Vögel aufzuwerten.

Vor allem der starke Rückgang der Sperlingspopulation hatte es dem ausgewiesenen Naturliebhaber Xaver Florentz angetan und so wollten die Verantwortlichen vor allem für den geselligen Haussperling, der die Nähe zu den Menschen und seinen Gebäuden sucht, neue Refugien schaffen.

Begonnen wurde die Pflanzaktion durch die Umgestaltung einer größeren Rasenfläche an den angrenzenden Neubau des Pflegeheimes zu einer Blumenwiese mit ausschließlich heimischen Wildblumen, Wiesenknopf, Wiesensalbei, Glockenblume, Vogelknöterich oder Margeriten.

Diese Blumenwiese erweist sich in dreifacher Hinsicht für die Spatzen und andere Vögel als nützlich: Zum einen liefert sie Stängel und Halme zum Nestbau, sie ernährt die überwiegend vegetarisch lebenden Spatzendurch frisches Grün und Samenstände. Und durch die Besiedelung der Wiese durch verschiedenste Insekten ist sie Futterquelle für die Jungvögel.

Weiter wurden lockere Strauchgruppen in dichter Pflanzweise und in unterschiedlicher Höhenstaffelung angepflanzt. So wurde der gepflegte Park des Seniorenzentrums mit seinem alten, schattenspendenden Baumbestand durch die Neuanpflanzung von neun Bäumen und etwa 80 Sträuchern ergänzt.

Die Gehölze sollen nicht nur die Bewohner des Heimes durch ihre Blüten erfreuen, sondern auch heimische Vögel, wie eben die Spatzen, durch Früchte und Samenstände anlocken. Die orts- treuen Haussperlinge lieben es, sich in dichten Strauchbepflanzungen zu sammeln, zu verstecken und auch zu übernachten. Zudem werden noch eine Wasserstelle und ein Sandbad für die Vögel installiert. Um dem Haussperling die Möglichkeit zu geben, eine neue starke Population aufzubauen, wurden schließlich rund 15 Nistkästen im Park und den Nebengebäuden angebracht. ng

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