Bianca Voglmaier räumt mit dem "Hupfdohlen-Image" auf

Garde-Gen liegt in der Familie

Von wegen "Hupfdohlen": Bianca Voglmaier (in der Hebefigur) und ihre Mitstreiter bei der Narrengilde Kraiburg. Die Mädchen und auch Jungs trainieren hart und gehen an die körperliche Belastungsgrenze. Foto ng
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Von wegen "Hupfdohlen": Bianca Voglmaier (in der Hebefigur) und ihre Mitstreiter bei der Narrengilde Kraiburg. Die Mädchen und auch Jungs trainieren hart und gehen an die körperliche Belastungsgrenze. Foto ng

Kraiburg - Sie ist 23 Jahre jung, von Beruf Büroangestellte und sie tanzte das erste Mal bei der Kraiburger Narrengilde im Jahr 1999 in der Kindergarde. Seitdem hat sie in insgesamt zwölf Garden der Faschingsgesellschaft getanzt und auch bereits mehrmals als Co-Trainerin gearbeitet: die Rede ist von Bianca Voglmaier.

Dabei räumt sie gleich zu Beginn der Unterhaltung mit dem "Hupfdohlen-Image" auf: "Wer so etwas ausspricht, hat keine Ahnung, wie hart wir arbeiten."

Gut einen Monat ist nach dem Fasching Trainingspause, dann beginnt schon wieder das Training. "Spezielles Ausdauer-, Kraft-, Sprungkraft- und Balance-Training, erst später kommen dann die Formationen, Schrittfolgen und die Choreografie dazu", so Bianca, "da muss man schon manchmal an die körperliche Belastungsgrenze gehen, aber ich schinde mich gerne."

Diese körperliche Fitness ist für sie aber auch Voraussetzung, "um die Verletzungsgefahr vor allem bei den Hebe- und Wurffiguren zu minimieren." So sieht sie auch die Verletzungsgefahr nicht größer als in anderen Sportarten. Deshalb hat die Tänzerin auch keinerlei Bange vor Verletzungen, "sondern die Angst besteht lediglich darin, dass eine Hebefigur nicht so hinhaut wie sie sollte." Warum es gerade der Gardetanz ist, dem sie sich verschrieben hat, ist für Bianca Voglmaier auch klar. Zum einen ist sie in der Familie "vorgeschädigt" - alle ihre Geschwister waren bei der Garde oder als Prinzenpaar aktiv - sondern sie findet auch "die Vielseitigkeit in Marsch- und Showgarde interessant und abwechslungsreich." Zudem gefällt ihr, "dass die Auftritte auf eine bestimmte Zeit beschränkt sind und der Fasching zum Tanzen sowieso die schönste Zeit ist." Seit Jahren holt sie ihre Motivation für ihre Tanzaktivitäten einfach aus der Feststellung: "Gardetanz und Gardeleben machen Spaß, Spaß und nochmal Spaß und ich tu so viel für meine Fitness und meiner Gesundheit!" ng

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