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Die Gäste sind die beste Medizin

„I bin deTraudl und do bin i dahoam“ – Wirtin Traudl Sahlstorfer feierte ihre 80. Geburtstag. fim

Taufkirchen – Einen Tag lang stand sie einmal nicht in der Küche, um für die Gäste zu kochen, sondern schüttelte Hände und nahm Glückwünsche entgegen: Wirtin Traudl Sahlstorfer, die ihren 80.

Geburtstag feierte. Nicht nur die Taufkirchner, sondern Gratulanten aus nah und fern kamen, um der bekannten und beliebten Wirtin alles Gute zu wünschen.

In Obertaufkirchen erblickte sie als Edeltraud Hartinger das Licht der Welt. Mit sieben Geschwistern wuchs sie dort auf. In der Hauswirtschaftsschule erlangte sie später die Kochkünste, die sie zum Wohle der Gäste sehr gut gebrauchen konnte. Aus dieser Zeit pflegt sie seit über 50 Jahren immer noch Kontakt zu vier Schulfreundinnen.

In einem Sanatorium am Tegernsee war sie als „Mädchen für Alles“ beschäftigt, ehe sie 1964 ihrem Felix Sahlstorfer das Jawort gab. Bereits einen Monat später verstarb ihre Mutter. Nachdem sie fünf Jahre im Elternhaus gewohnt hatten, übersiedelten sie nach Ampfing. 1976 begann für die Traudl die „Wirtshaus-Aera“ mit der Übernahme des Gasthauses Reichthalhammer in Oberneukirchen. Als 1980 der Kauf des Gasthauses in Taufkirchen möglich wurde, ging der Wunsch nach einem eigenen Gasthaus in Erfüllung.

Neben dem Leben als Gastwirtin war ihr immer die Liebe zu ihrer Familie, die sich mit den Söhnen Bernhard und Stefan und den Töchtern Gerda und Michaela vergrößerte, das Wichtigste. Zehn Enkel wissen die Oma sehr zu schätzen.

Schwer trug sie an der langen Krankheit ihres Gatten bis zu dessen Tod im Jahr 1998. Bis zur Übergabe der Gastwirtschaft an Sohn Stefan im Jahr 2004 führte sie das Gasthaus allein weiter. An ihrem Arbeitspensum änderte sich auch mit der Übergabe nichts. Selbst Krankheiten warfen sie nicht aus der Bahn und als im letzten Jahr ein Oberschenkelhalsbruch sie „arbeitsunfähig“ machte, stand sie nach sieben Wochen wieder am Herd. „A bissal langsamer geht’s scho“ meinte sie zwar, aber nach ein paar Wochen war auch davon nichts mehr zu merken. Für die Traudl sind einfach die Gäste und ihre Wirtshausküch‘ die beste Medizin.

Urlaub macht sie nur wenn sie ihre Verwandtschaft in Köln besucht, sich mit den Geschwistern trifft oder einen Ausflug mit dem Seniorenclub unternimmt. Und wenn es am Abend mal ruhiger wird, ist sie für ein Kartln mit den Gästen immer zu haben. Die große Geburtstagsfeier war auch Anlass für den Stammtisch und die Geschwister, sie mit lustigen Aufführungen zu überraschen. Besonders Verena und Theresa Gründl tischten mit ihren Gstanzln so manche Begebenheit aus dem Leben der Traudl auf. fim

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