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3,9 Kilometer lange Leitung

Für eine Million Euro: Ebing wird 2022 an Kanal angeschlossen

Die Kompaktkläranlage für den Ortsteil Ebing (im Hintergrund) hat bald ausgedient. Im nächsten Jahr wird das Dorf an dezentrale Abwasserentsorgung angeschlossen.
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Die Kompaktkläranlage für den Ortsteil Ebing (im Hintergrund) hat bald ausgedient. Im nächsten Jahr wird das Dorf an dezentrale Abwasserentsorgung angeschlossen.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Seit der Jahrtausendwende hingen die Haushalte im Waldkraiburger Ortsteil Ebing an einer Kompaktkläranlage der Stadtwerke. Doch dafür läuft die wasserrechtliche Genehmigung nun aus. Und Ebing wird an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen. Die Kosten für den Anschluss betragen über eine Million Euro.

Waldkraiburg – Die bestehende Kompaktanlage ist laut Stadtwerke-Geschäftsführer Herbert Lechner nicht nur an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, sie erhalte auch aus technischen Gründen keine wasserrechtliche Genehmigung mehr.

Günstiger als ein Neubau

„Die Anlage kann nicht mehr ertüchtigt werden. Wir müssten einen anderen Standort suchen und neu bauen.“ Eine Machbarkeitsstudie hat einen anderen Weg gewiesen. Vor allem aufgrund der Betriebskosten sei ein Anschluss ans städtische Abwassernetz langfristig günstiger, sagt Lechner. Außerdem sei man mit dieser Lösung für den Fall, dass es weitere Verschärfungen bei Hauskläranlagen gäbe, „zukunftsfest aufgestellt“. Dann könnten auch die Anlieger in Innthal und Rausching anschließen, die heute noch eigene Hauskläranlagen haben.

Stadtwerke-Geschäftsführer Herbert Lechner.

Sie liegen an der 3,9 Kilometer langen Leitung, die Ebing ab dem nächsten Jahr an die Kanalisation in Pürten anbinden soll. Wie Lechner ausführt, muss das Abwasser von Ebing nach Rausching gepumpt werden, von dort läuft es über einen Freispiegelkanal den Berg runter bis Innthal, wo auf Höhe der Abfahrt zum künftigen Tierheim wieder ein Pumpwerk den Transport des Schmutzwassers übernimmt.

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Der Kostenrahmen für die Baumaßnahme musste gegenüber den vorläufigen Zahlen aus der Machbarkeitsstudie noch einmal deutlich erhöht werden. Die Summe von 745 000 Euro brutto sei nach der Entwurfsplanung, die nun vorliege, nicht zu halten. Inklusive Baunebenkosten wird das Projekt demnach 1,08 Millionen Euro kosten. Im städtischen Werkausschuss gab es keine Einwände gegen die notwendige Anpassung.

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Der Anschluss des neuen Tierheims, der auf Kosten der Stadt erfolgt, sei in dieser Summe noch nicht enthalten, sagte Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG). Bis zu 300 000 Euro hatte die Stadt dafür dem Tierschutzverein zugesichert. Diese Summe werde allerdings nicht ausgeschöpft, stellte Pötzsch klar.

Im Winter soll die Baumaßnahme ausgeschrieben werden, damit die Arbeiten im nächsten Frühjahr beginnen können.

Finanzierung über die Abwassergebühren

Finanziert wird die Maßnahme über die Gebühren, also von allen Abwasserkunden. Die Ebinger haben ihre Anschlussbeiträge bereits beim Bau der Kompaktanlage entrichtet.

Der Anschluss an die Kanalisation würde auch abwassertechnisch die Möglichkeit für eine weitere Entwicklung des 160 Einwohner großen Ortes eröffnen. Das sei aber kein Gesichtspunkt für die Entscheidung gewesen, sagt der Bürgermeister. „Weiteres Wachstum ist in Ebing nicht geplant. Der Dorfcharakter soll erhalten bleiben.“

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