Klima-Sarg vors Rathaus getragen

Fridays for Future: Kundgebungen in Waldkraiburg und Rosenheim

Trotz strömenden Regens gingen knapp 30 Menschen für ein besseres Klima in Waldkraiburg auf die Straße.
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Trotz strömenden Regens gingen knapp 30 Menschen für ein besseres Klima in Waldkraiburg auf die Straße.

Nach einer Corona-Pause gehen in ganz Deutschland wieder Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. Auch in der Region fanden Kundgebungen von Fridays for Future (FFF) statt. Im Vorfeld war es in Waldkraiburg zu Diskussionen gekommen. In Rosenheim sorgten die FFF-Aktivisten mit einem Sarg für Aufsehen.

Waldkraiburg/Rosenheim – „ Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechtes Klima.“ Unter diesem Motto stand die „Fridays for Future“-Demonstration Freitagnachmittag (25. September) in Waldkraiburg. Ungefähr 30 Menschen trotzten dem strömenden Regen und demonstrierten für den Klimaschutz.

Grüne Jugend bleibt aus Protest fern

Im Vorfeld der Demo war es zu Diskussionen zwischen der FFF-Kreisgruppe und den Grünen gekommen. Die Grüne Jugend Mühldorf kritisierte die Forderungen „Netzsch vergesellschaften“ und „Weg mit dem Kapitalismus“ und boykottierte die Demo. Stattdessen schloss sie sich anderen FFF-Demos an.

Senkung der Ökostromtarife oder eine Verbesserung der Mobilität sind Forderungen der Bewegung. Ott

Der FFF-Kreisgruppe zufolge sollen durch eine Vergesellschaftung die sozialen und ökologischen Standards des Unternehmens sichergestellt werden, denn: „Klimabewegung ist auch eine soziale Bewegung“, sagte von der FFF-Kreisgruppe Dennis Uzon, Kreisrat der Linken. Auch Josef Oberneder, Parteimitglied der Grünen, sei froh, dass endlich jemand den Kapitalismus kritisiere und eine Verbindung zur Klimakrise sehe. Für die Mehrheit der Grünen würden diese Forderungen wohl eher die Verfolgung parteipolitischer Ziele vor den eigentlichen Hauptzielen der FFF-Bewegung bedeuten.

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Weitere bundesweite Forderungen seien laut Versammlungsleiter Dennis Uzon die Senkung der Ökostromtarife auf normale Stromtarifpreise, sowie eine Verbesserung der Mobilität. Der ÖPNV sei schlecht ausgebaut und überteuert, so Uzon, das Auto dürfe keine billigere Alternative zum ÖPNV sein.

Rosenheimer Aktivisten tragen Klima-Sarg vors Rathaus

Unter dem Motto „Kein Grad weiter“ haben Mitglieder von Fridays For Future in Rosenheim am Freitag (25. September) in der Stadt für den Klimaschutz demonstriert. Der Demozug aus Jugendlichen und Erwachsenen war im Mangfallpark gestartet und durch die Innenstadt bis vor das Rathaus gezogen.

Aktivisten der „Fridays for Future“-Bewegung haben am Freitag (25. September) einen Sarg mit der Aufschrift „Kein Grad weiter“ vor das Rosenheimer Rathaus getragen.

Dort haben die Demonstranten einen selbstgezimmerten Sarg aus weißem Holz auf den Stufen vor der Eingangstür abgelegt. Begleitet wurden sie bei ihrem Weg durch die Stadt von mehreren Polizeiwägen. (ott/as)

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