Rumänisch-Orthodoxe Kirche feiert eine Woche später Ostern

Am Freitag: "Hristos a inviat"

Waldkraiburg - Auch die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde feiert Ostern, nach dem orthodoxen Kalender ist Ostern aber eine Woche später. Der "Vineri Mare" (das entspricht dem Karfreitag) beginnt am Freitag, 13. April, um 18 Uhr mit einer Trauerfeier, "Prohod" genannt.

Die Auferstehungsmesse "Invierea Domnului" genannt, wird am Samstag, 14. April, ab 23 Uhr in der Holzkirche von Preot Marius Ioan Turcu feierlich zelebriert. Dazu gehört auch erstmalig die Verwendung einer original "Toaca", bei der durch rhythmisch-melodisches Hämmern auf einem besonderen Brett das Glockengeläut ersetzt wird. Die Tradition, auf diese Art die Gläubigen zur Liturgie einzuladen, lässt sich bis auf das achte Jahrhundert zurückverfolgen. Die Uhrzeit entspricht wegen der Zeitverschiebung genau Mitternacht in Rumänien.

Pfarrer Turcu ist für seine feierlichen Gottesdienste an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat um 10.30 Uhr - und für "Sf. Maslu", einer Art Krankensalbung, die an jedem vierten Sonntag ab 17 Uhr stattfindet, mittlerweile bekannt. Niemand erwartet daher, dass die Auferstehungsmesse unter drei Stunden bleibt, da diese normalerweise bis zu den ersten Sonnenstrahlen des Ostersonntags dauert. Mit der erlösenden Nachricht: "Hristos a inviat" (Christus ist auferstanden) wird man sich aber schon früher gegenseitig begrüßen. Rote Ostereier und die übliche Gabenweihe sind dabei obligatorisch.

Ein vor rund zwei Monaten gestartetes Hilfsprojekt: "Hilfe für Madalina" wird diese Woche vollendet: Am Montag kommt Madalina mit dem Flugzeug aus Rumänien, wird am Mittwoch in eine Spezialklinik nach Vogtareuth eingeliefert und eine Woche später an der Wirbelsäule operiert.

Durch Spendenaufrufe der Rumänisch-Orthodoxen Christen kamen in der Region rund 10000 Euro zusammen. Weitere Spenden in Höhe von 10000 Euro kamen durch Spenden aus Rumänien selbst sowie 5000 Euro von der AWD-Stiftung Kinderhilfe.

Die zweite Hälfte des Kostenvoranschlags (ursprünglich waren es rund 50000 Euro) wurde von den Ärzten und der Schön-Klinik in Vogtareuth erlassen, als sie über die gesundheitliche und wirtschaftliche Situation des Waisenkindes erfuhren.

Die Gründung von zwei neuen Jugendhilfeeinrichtungen in den Kreisen Mühldorf und Traunreut wird ins Auge gefasst. Das Konzept und die Kalkulation dazu stehen und werden vom Projektleiter Fritz Wibbeling vorgestellt. re

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