Förderverein Stadtmuseum blickt auf arbeitsreiches Jahr zurück

Waldkraiburg - Die Neuwahlen bei der Jahresversammlung des Fördervereins Stadtmuseum brachten folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender Jochen Fischer, Zweiter Vorsitzender Konrad Kern, Geschäftsführerin Gabriele Schleich, Kasse Erika Rahnsch, Kassenprüfer Hermann Tischler und Thomas Mühlbäck, Schriftführerin Erika Fischer.

Altbürgermeister und Vorsitzender des Vereins, Jochen Fischer, begann seinen Rückblick auf das arbeitsreiche Jahr 2011 "mit einem weinenden Auge", denn zum letzten Mal hatte wegen der schwindenden Mitgliederzahl das Haidaer Fest stattgefunden. Eine leichte Verstimmung war auch aufgekommen, als der Verein die Benennung der Waldkraiburger Mittelschulen mit den Namen der Altbürgermeister Rösler und Kriegisch anregte (wir berichteten). Man habe korrekt öffentlich gehandelt und auch die Presse informiert; die Stadtverwaltung sollte diesen Vorschlag prüfen, zumal man in den Schwesterstädten Geretsried, Traunreut und Neutraubling ähnlich vorgegangen war. Eine offizielle Anfrage an die Schulen müsse dann von der Stadt ausgehen. Dabei stellte sich auch heraus, dass eine Weiterbildung für Lehrer und Rektoren über die Waldkraiburger Historie beibehalten werden sollte.

Mit einem "lachenden Auge" stellte Jochen Fischer Museumsleiterin Elke Keiper als "funkelden Edelstein" heraus, da sie sich mit Erfolg bei der Fertigstellung des Glasmuseums engagiert und für die gesamte Region etwas Einmaliges geschaffen habe. Gerade durch die gläsernen Zeitzeugen lebt die Waldkraiburger Vergangenheit für die Zukunft. Dafür hatte der Verein der Stadt 15000 Euro zugewiesen, sodass vom Stadtrat das Finanzkonzept gebilligt werden konnte.

Elke Keiper wiederum hob die gute Zusammenarbeit innerhalb des Vereins und mit den umliegenden Gemeinden hervor. Besucher aus dem weiten Umkreis kämen in die städtischen Museen, wofür qualifizierte ehrenamtliche Führer zur Verfügung stünden. Arbeitsgruppen bereiteten sich im Haus Sudetenland im Rahmen des "Projekts Bayern" auf die Unterweisung von Schulklassen aus dem ganzen Land vor. Auf positive Erfahrungen mit Schülern konnte auch Erika Rahnsch vom Archiv verweisen, denen oftmals die Vertriebenensituation regelrecht "unter die Haut" gehe.

Stellvertretender Vorsitzender und Stadtarchivar Konrad Kern ist derzeit mit der Sammlung der 229 Waldkraiburger Straßennamen beschäftigt, die in einer umfangreichen Dokumentation sowohl mit den Namensgebern wie auch ihrem Verlauf nach bis November vorgestellt werden sollen.

Abschließend äußerte Willi Engelmann den Wunsch, die erste Waldkraiburger Einkaufsmeile in der Nähe der Bayernbrücke als Denkmal zu erhalten.

fis

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