Förderverein Naturbad und Gemeinde Kraiburg Hand in Hand: „Das Warten hat sich gelohnt“

Noch graben am Gelände des ehemaligen Schwimmbads Maulwürfe die Erde um. Aber vielleicht kann schon im Frühjahr der erste Spatenstich für das Naturbad gesetzt werden. gruber

Seit 2015 ist das Freibad in Kraiburg geschlossen. Doch schon bald soll dort wieder Wasser plätschern: Die Gemeinde plant ein Naturbad. Finanziell ist es nur schwer zu stemmen, aber es gibt Leader-Zuschüsse und der Förderverein unterstützt die Gemeinde ebenfalls bei der Realisierung.

Kraiburg – Der „Förderverein Naturbad Kraiburg“ hat sich etabliert und unterstützt die Gemeinde bei der Verwirklichung eines Naturbades am alten Standort des Freibades. Gegründet im März dieses Jahres hat er inzwischen 142 Mitglieder. Auf der gut besuchten Mitgliederversammlung informierte Vorsitzender Josef Wimmer junior über die bisherigen Aktivitäten des Fördervereins.

Auf stabile Basis gestellt

„Viele grundlegende Arbeiten waren seit der Gründungsversammlung zu leisten, um den Förderverein auf eine stabile Basis zu stellen“, sagte Josef Wimmer. Dies ging von der Erstellung einer Fördervereinssatzung, dem Einrichten einer Internetseite, der Bestätigung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt über die Eröffnung von Bankkonten, der Entwicklung eines eigenen Logos und der Organisation der Informationsstände zur Gewinnung von Mitgliedern bis hin zu mehreren Treffen mit Bürgermeister, Planer, Bund Naturschutz und Spielgeräte-Hersteller zur Gestaltung von Schwimmbad und Freizeitgelände.

„Ziel sind ein interessantes Schwimmbad und ein ansprechendes Freizeitgelände“, sagte Josef Wimmer. Oder wie es in der Vereinssatzung steht: „Vereinszweck ist die Förderung des Sports durch die ideelle und finanzielle Unterstützung des Naturbades Kraiburg zur Steigerung der Attraktivität des familienfreundlichen Naturbades.“ Dies beinhaltet vor allem die Beschaffung und Ausstattung des Geländes mit verschiedensten Spielgeräten sowie die Unterstützung und Beratung der Marktgemeinde bei der Realisierung des Bades.

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„In der Kasse sind im Moment gut 5000 Euro“, sagte Kassier Georg Kifinger. Den Ausgaben von gut 800 Euro stehen Einnahmen von rund 6000 Euro gegenüber, darunter Spenden von etwa 4000 Euro. Die 142 Mitglieder verteilen sich auf 79 Familienmitglieder, 62 Einzelmitgliedschaften und ein Verein. Als Kassenprüfer wählte die Versammlung einstimmig Andrea Anglhuber und Bernd Marczynski.

Interessiert und aufmerksam verfolgten die Fördervereinsmitglieder die Informationen von Bürgermeister Dr. Herbert Heiml. „Das Warten hat sich gelohnt“, begann Heiml seine Ausführungen. Denn aus dem Leader-Förderprogramm wurden der Gemeinde bereits 200 000 Euro zugewiesen. Ein weiterer Zuschussantrag an den Bund in noch etwas größerer Höhe verspricht, ebenfalls erfolgreich gestellt worden zu sein. „Das Schwimmbad machen wir auf alle Fälle. Ich hoffe, dass wir den ersten Spatenstich noch im Frühjahr in meiner Amtszeit durchführen. Das Freizeitgelände soll dann der neue Gemeinderat entscheiden.“

Freizeitgelände geplant

Denn nicht nur ein Bad soll entstehen, sondern nach Möglichkeit im südlichen Teil der Anlage auch ein attraktives Freizeitgelände, vom Badegelände mit einem Zaun abgetrennt. Dadurch würde eine längere Nutzungsdauer erreicht werden. „Der alte Umkleidebereich ist äußerst sanierungsbedürftig und muss über kurz oder lang abgerissen werden“, sagte der Bürgermeister. „Der Zeitpunkt wäre jetzt gut, denn dafür könnten wir einen ordentlichen Zuschuss bekommen.“

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In der Diskussion kam die Frage auf, ob denn ein Bademeister für den Badebetrieb notwendig ist. Dazu sagte Herbert Heiml ganz deutlich: „Wenn wir einen Bademeister anstellen, der gewisse Anforderungen erfüllen muss, dann müssen wir auch Eintritt verlangen.“

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