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Fleiß, Leidenschaft und Hartnäckigkeit

Der Förderverein Kreismuseum hat es geschafft. Mit Fleiß, Leidenschaft und Hartnäckigkeit erreichte der Verein, dass das KZ-Außenlager ein Denkmalstandort wird.

Waldkraiburg - Im Haus der Kultur zog die Vorsitzende des Fördervereins Kreismuseum Landkreis Mühldorf, Eva Köhr, auf der Mitgliederversammlung eine positive Bilanz der Arbeit des vergangenen Jahres.

Sie dankte nicht zuletzt vor allem für die eingebrachte Tätigkeit beim Arbeitskreis "KZ-Außenlager Mühldorfer Hart": "Es freut mich sehr, dass ich mit Hilfe unseres Staatsministers Dr. Marcel Huber so hochkarätige Institutionen dafür gewinnen konnte." Dies sind etwa Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege, die Stiftung Bayerische Gedenkstätten, der Kreisheimatpfleger für Denkmalschutz, der Landkreis Mühldorf und besonders die Landesstelle für nichtstaatliche Museen, denn sie machte es möglich, dass Marc Spohr als neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter in Mühldorf eingestellt werden konnte.

Ausstellung zur NS-Zeit im Landkreis im November

Leider sei zumindest bis zum Frühjahr 2016 das Projekt "Waldlager und Massengrab" in die Ferne gerückt, dem ja ein prämierter Architektenwettbewerb zugrunde liegt. Erst nach hartnäckigen Bemühungen schriftlicher und persönlicher Art sicherte Direktor Karl Freller die Durchführung zu und der eigentlich mit dem Denkmalort KZ-Außenlager betraute Minister Ludwig Spänle bekräftigte dies.

"Der Glaube versetzt angeblich Berge - also glauben wir", so Köhr. Auf zwei attraktive Termine verwies die Vorsitzende abschließend. Am 19. Juni findet eine Fahrt nach München in das neue NS-Dokumentationszentrum statt, die zusammen mit dem Verein für das Erinnern und dem Heimatbund organisiert wird.

Auch das Datum der Eröffnung der Dauerausstellung im Haberkasten "Der Landkreis Mühldorf in der NS-Zeit" steht fest: der 21. November 2015. Damit leitete Köhr über zum Bericht von Marc Spohr, der seit März 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Kreismuseum angestellt ist und diese Ausstellung professionell vorbereitet. Er konnte dabei auf die Vorarbeit von Dr. Rudolf Spagl und Peter Müller zurückgreifen, betrieb jedoch intensive Archivforschung von Ecksberg über München bis Berlin. Zusammen mit einem renommierten Gestalterbüro versucht man "mittels starker biografischer Elemente Geschichte zu erzählen und damit die Besucher, besonders Schüler, zu emotionalisieren."

Museumsleiterin Dr. Susanne Abel erinnerte an die erfolgreichen Geschichtstage zum Ersten Weltkrieg im Vorjahr und verwies auf das Gesamtkonzept "Neuorientierung Kreismuseum", das bis 2016 stehen soll. Auch die Leitung im "Forum Heimatforschung" ist ihr ebenso Anliegen wie ein umfassender Flyer und ein Internet- Portal mit allen historisch arbeitenden Vereinen und Museen im Landkreis, womit man dem angestrebten Ziel eines Geschichtszentrums mit allen Kommunen wieder einen Schritt näher komme.

Schatzmeisterin Ilse Preisinger-Sontag konnte in ihrem Rechenschaftsbericht auf Einnahmen von rund 24500 Euro verweisen. Die Ausgaben schlugen mit 31500 Euro zu Buche. Der Verlust kann den Rücklagen entnommen werden.

Bürgermeister Robert Pötzsch hatte in seiner Begrüßung auf die zunehmend besser werdende Zusammenarbeit der Kreisstadt mit Waldkraiburg hingewiesen und den Gästen die Vertriebenenstadt im Film des Bayerischen Fernsehens aus dem Jahr 1968 präsentiert.

Der Doku-Film des Fördervereins "Die Kramerläden von St. Erasmus" hält für die Nachwelt eine Situation mit Seltenheitswert fest. Im Rahmen der Reihe "Alte Gewerbegebiete im Landkreis" wurden den Zuschauern die beiden Kaufläden im 300-Seelen-Ortsteil Erasmus vorgestellt, die nur eine Straßenbreite voneinander getrennt sind: auf der einen Seite das Geschäft mit 120-jähriger Geschichte, betrieben von Helga und Franz Mittermeier, gegenüber der Laden von Elfriede Schmidt.

Man sieht sich keineswegs als Konkurrenten, sondern führt als "Erasmuser Infoblatt" ein harmonisches Nebeneinander, Beispiel gebend für so manche vergleichbare Situation. fis

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