Fledermaus ist nur ein Gast auf Zeit

Eine Rauhautfledermaus ist ein unauffälliger Überwinterer in der Stadt. Das Tier zieht sich vorzugsweise in einen Holzstapel zurück. Bund naturschutz

Waldkraiburg – Wenn es draußen wieder wärmer wird, neigt sich für manchen Gast sein Aufenthalt im Landkreis dem Ende zu.

Denn in den Wintermonaten sind die südbayerischen Flusstäler wie das Inntal für viele Tierarten vergleichsweise warm – weshalb sie dort den Winter verbringen.

Am Inn finden Eisvogel und Wasseramsel auch dann offenes Wasser zur Nahrungssuche, wenn Bäche in höheren Lagen vereist sind. Auch viele Entenvögel ziehen sich in die Flusstäler zurück. So kann man Schell- und Reiherente am Inn bei Waldkraiburg regelmäßig beobachten. Zwischen Gars und Fraham halten sich sogar bis über 200 Graugänse im gestauten Teil des Inns auf und auch der Gänsesäger geht hier regelmäßig auf Jagd, wie der Bund Naturschutz erklärt.

Manchmal lässt sich am Innkanal sogar ein Raubwürger blicken, der auf eine unvorsichtige Maus oder einen Kleinvogel hofft. Silber- und Graureiher sind auf den Wiesen bei Haigerloh und im Isental ebenfalls auf Mäusejagd. In längeren Kälteperioden verschlägt es sogar nordische Gäste in unsere Region, etwa den schönen Seidenschwanz oder den Raufußbussard.

Unauffällige Überwinterer in Waldkraiburg und Umgebung sind zwei Fledermausarten: Abendsegler halten ihren Winterschlaf in speziell für sie konstruierten Kästen an den Hochhäusern im Süden der Stadt und die kälteharte Rauhautfledermaus zieht sich vorzugsweise in Brennholzstapel zurück.

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