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Neues Team stellt sich vor

„Frauen helfen Frauen“: Fiona Bachmann übernimmt Leitung der Waldkraiburger Beratungsstelle

Seit August ist das Team in der Beratungsstelle vom Verein „Frauen helfen Frauen“ wieder komplett: Sonja Kraus (von links), Geschäftsführerin Fiona Bachmann und Melike Bayram.
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Seit August ist das Team in der Beratungsstelle vom Verein „Frauen helfen Frauen“ wieder komplett: Sonja Kraus (von links), Geschäftsführerin Fiona Bachmann und Melike Bayram.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Wer als betroffene Frau einen Weg aus der Gewalt sucht, für die ist die Beratungsstelle vom Verein „Frauen helfen Frauen“ ein Rettungsweg. Seit August ist – nach dem Umbruch – das Team komplett und schöpft das gesamte Potenzial aus. Die Geschäftsführung hat Fiona Bachmann übernommen.

Waldkraiburg – Um die Spirale von Gewalt zu durchbrechen, die Frauen, Mädchen oder Jugendliche erfahren, wenden sie sich oft an die Beratungsstelle vom Verein „Frauen helfen Frauen“. Erst zu Beginn des vergangenen Jahres wurde das Beratungsangebot auf 78 Stunden aufgestockt, das jetzt ein komplett neues Team abdeckt. Zu den Umstrukturierungen war es gekommen, nachdem alle drei Mitarbeiterinnen nacheinander bis zum Sommer gekündigt hatten. Fiona Bachmann hat nun die Geschäftsführung übernommen, ihr zur Seite stehen Sonja Kraus und Melike Bayram.

Beratung auch auf Türkisch

Um betroffene Frauen, Mädchen und Jugendliche besser zu unterstützen, wird Sozialpädagogin Melike Bayram bei Bedarf auch ihren sprachlichen und kulturellen Hintergrund in die Beratung und Präventionsarbeit einbringen. „Ohne sprachliche Barrieren kann man sich leichter öffnen“, ist sie überzeugt. Sie ist mit dem Kulturkreis vertraut und kann auch eine Beratung in türkischer Sprache anbieten. Zuvor war die 23-Jährige im Praxissemester beim Haus International in der Kinder- und Jugendarbeit, während ihres Studiums war sie ehrenamtlich als Sprach- und Kulturmittlerin in Landshut tätig. Seit Mitte Juli ist sie in der Beratungsstelle.

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Wieder mit an Bord in der Beratungsstelle von „Frauen helfen Frauen“ ist auch Sozialpädagogin Sonja Kraus, die bereits von November 2017 bis Februar 2018 eine Vertretung übernommen hatte.

Mit Fiona Bachmann hat im August eine Wirtschaftspädagogin die Geschäftsführung übernommen. Gemeinsam mit ihrem Mann hatte sie eine Unternehmensberatung, bevor sie in der stationären Jugendhilfe mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gearbeitet hat und anschließend im HzE-Bereich (Hilfen zur Erziehung) tätig war. Außerdem hat sie eine traumapädagogische Zusatzausbildung und die externe Erzieherprüfung.

Präventionsarbeit wieder anlaufen lassen

78 Beratungsstunden decken die drei Mitarbeiterinnen ab, als Anlaufstelle für gewaltbetroffene Frauen, Kinder und Jugendliche. Damit können Betroffene innerhalb einer Woche mit einem Termin rechnen. Hinzu kommen noch sechs Stunden für Geschäftsführung und fünf Stunden für Prävention. Vor allem die Präventionsarbeit war in den vergangenen Monaten wegen der Corona-Krise kaum machbar. „Es ist schön, wenn die Präventionsarbeit wieder anlaufen kann“, sagt Bachmann. Mit Fachvorträgen an Schulen und Kindergärten und speziellen Projekten wolle man bedarfsorientiert und zielgerichtet sensibilisieren.

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Ein Augenmerk liegt vorerst auch in der Vernetzung. Ob Polizei, Haus der Begegnung oder Donum Vitae – durch ihre Arbeit sind die Mitarbeiterinnen regelmäßig mit unterschiedlichen Stellen in Kontakt. Umso wichtiger sei es, besser ins Bewusstsein zu kommen und sich auf diese Weise gegenseitig zu unterstützen. Auch ein neuer Internet-Auftritt soll helfen, mehr Bekanntheit zu erlangen. „Die Frauen müssen wissen, dass es uns gibt“, sagt Fiona Bachmann.

Seit Juni 21 neue Fälle

Dazu will man nicht nur vor Ort und telefonisch gut erreichbar sein, eine Online-Beratung ergänzt das Angebot. Auch für den Fall eines möglichen weiteren Lockdowns sieht man sich damit gerüstet. „Wir wollen den Betroffenen Möglichkeiten zeigen, wie sie aus ihrer Situation rauskommen“, erklärt Fiona Bachmann.

Konkrete weitere Projekte sind bereits in der Planung, doch zunächst liegt der Fokus auf der Beratung. Denn zu tun gibt es einiges. „Seit Juni sind 21 Fälle neu hinzugekommen“, sagt Melike Bayram.

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