Feuerwehrhaus-Neubau bezogen

Pater Alois Stautner sprach in Anwesenheit von Prominenz, Vereinen und der gesamten Bevölkerung den kirchlichen Segen und weihte alle Räume des neuen Auer Feuerwehrhauses. Foto Basler
+
Pater Alois Stautner sprach in Anwesenheit von Prominenz, Vereinen und der gesamten Bevölkerung den kirchlichen Segen und weihte alle Räume des neuen Auer Feuerwehrhauses. Foto Basler

Sehr gelobt wurde der in Anwesenheit von viel Prominenz aus dem ganzen Landkreis am Sonntag feierlich eingeweihte Neubau des Feuerwehrhauses Au. Zusammen mit dem daneben errichteten Heim des Franziskushauses schließt es nun das Ensemble des zweiten Klosterhofes im Süden ab.

Den kirchlichen Segen spendete Pater Alois Stautner aus Gars.

Gars - Bisher war die Feuerwehr von Au sehr beengt im Untergeschoss des ehemaligen Lehrerwohnhauses aus den 60er-Jahren untergebracht, das inzwischen von privat erworben wurde. Die dazugehörende Garage war außerdem mittlerweile zu klein für das aktuelle Fahrzeug der Feuerwehr, das nur mit eingeklappten Spiegeln hineinkam.

Die Standortsuche für einen Neubau, so Bürgermeister Norbert Strahllechner bei seiner Festansprache, sei nicht einfach gewesen. Eine ausgezeichnete Lösung habe man dann in Kombination mit der Errichtung eines Heimes für das Franziskushaus sowie der überbauten Durchfahrt am Südende des zweiten Auer Klosterhofes gefunden.

2011 sei das gesamte Bauvorhaben fertig geworden, und seitdem hätten die Floriansjünger in umfangreicher Eigenleistung sowie mit besonderen Aktionen und viel Unterstützung von Gönnern nach und nach den Innenausbau erledigt und ihr Haus eingerichtet. Das Feuerwehrhaus und die Durchfahrt hätten 561000 Euro gekostet, 46000 Euro habe die Regierung von Oberbayern als Zuschuss beigesteuert.

1000 Stunden Eigenleistung

Kommandant Martin Schuster bedankte sich herzlich bei allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. Dankbar sei man auch dafür, dass der Besitzer des alten Feuerwehrhauses "nie Druck gemacht hat, dass wir an einem bestimmten Tag draußen sein müssen." So habe man ohne Zeitdruck ans Werk gehen können und das neue Gebäude dann endgültig im Oktober 2014 bezogen. Die Feuerwehr Au habe rund 30000 Euro an Geld- und Sachspenden bekommen und 1000 Stunden Eigenleistung eingebracht.

Kreisbrandrat Harald Lechertshuber gratulierte zum neuen "Zuhause für Fahrzeug und Mannschaft" und wünschte den Auer Floriansjüngern stets Kameradschaft und Einigkeit sowie Erfolg und eine gesunde Rückkehr bei den Einsätzen.

Stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer lobte Au und seine Umgebung als einen der schönsten Plätze im ganzen Landkreis. Und die auch bei der Nachwuchsarbeit besonders aktive Feuerwehr im Ort könne sich nun über ein modernes Haus mit Fahrzeughalle sowie Schulungs- und Gemeinschaftsräumen freuen. Die Notwendigkeit kleiner kompetenter Ortsfeuerwehren sei unverändert gegeben, denn sie hätten besonders fundierte Ortskenntnisse und wüssten über alle Einsatzbedingungen genauestens Bescheid.

Architekt Johann Schmuck übergab Kommandant Schuster und Feuerwehr-Vorstand Josef Baumgartner einen großen Schlüssel aus Gebäck, Richard Steinbichler bedankte sich im Namen des ganzen Dorfes bei Kommandant Martin Schuster, ohne dessen "Rieseneinsatz" es "das neue Feuerwehrhaus gar nicht geben würde". Man sei sehr stolz auf ihn. Anschließend gab es einen Stehempfang, und die Ehrengäste, die Vereine sowie die Bevölkerung konnte das neue Feuerwehrhaus ausgiebig besichtigen.

Dessen Einweihung war ein vom Jugendchor unter der Leitung von Marita Madersbacher umrahmter Festgottesdienst vorausgegangen, den Pater Alois Stautner zelebrierte. Er sprach über Segen und Fluch des Feuers und erbat den Schutz Gottes für den Dienst der Feuerwehr, die nicht nur bei der Brandbekämpfung, sondern auch in vielen anderen Fällen zum Einsatz komme. Nach der Messe war man im langen Festzug unter Führung der "Jungen Aschauer Tanzlmusi" zum neuen Feuerwehrhaus gezogen.

Kommentare