Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Am Mittwoch beginnt das Abitur

Es wird ernst: So liefen die Vorbereitungen für Waldkraiburger Abiturientin im Corona-Jahr

Am Schreibtisch daheim ausgebreitet liegen die Matheunterlagen. Die vergangenen beiden Wochen hat sich Anna Mußner nur zuhause auf das Abitur vorbereitet, Schüler und Lehrer traf sie nur digital.
+
Am Schreibtisch daheim ausgebreitet liegen die Matheunterlagen. Die vergangenen beiden Wochen hat sich Anna Mußner nur zuhause auf das Abitur vorbereitet, Schüler und Lehrer traf sie nur digital.
  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
    schließen

Es wird ernst: Bayernweit beginnen am Mittwoch die Abiturprüfungen – wegen Corona zwei Wochen später als geplant. Damit macht ein außergewöhnlicher Schuljahrgang seinen Abschluss. Anna Mußner vom Waldkraiburger Gymnasium erzählt von den ungewöhnlichen Vorbereitungen eines Corona-Jahrgangs.

Waldkraiburg/Mühldorf – Die vergangenen beiden Wochen hat Anna Mußner wieder allein daheim gelernt. Ihre Lehrer und Mitschüler vom Waldkraiburger Gymnasium waren nur digital zugeschaltet. Eine Entscheidung der Schule, um so knapp vor den Abiturprüfungen die Kontakte so gering wie möglich zu halten.

Corona hat den Jahrgang dominiert, wie noch keinen Jahrgang zuvor. Seit März vergangenen Jahres läuft der Schulbetrieb im Corona-Modus, auf viele Aktivitäten mussten die Abiturienten verzichten. „Die Stimmung ist komplett anders“, sagt Anna Mußner wenige Tage vor Prüfungsbeginn.

Hilfreiche Tipps fürs Lernen daheim

Zumindest Wechselunterricht gab es in der Q12 nicht. Die Kombination aus kleinen Kursen und großen Räumen machte es möglich, dass die Q12 gemeinsam unterrichtet werden konnte. Dennoch waren die letzten beiden Schuljahre anstrengend. „Auch für die Lehrer, die zuerst uns im Präsenzunterricht hatte und dann zu ihren Klassen im Distanzunterricht wechselten.“

Lesen Sie auch: Abgedreht! Waldkraiburger Filmemacher produziert Musikvideo mit DJ Raver Horse

Die Schule hätte von Beginn der Corona-Pandemie ein gutes Konzept gehabt. „Die Schule hat alles versucht, damit der Unterricht funktioniert. Wir wurden gut betreut.“ Viele Fächer ließen sich gut digital unterrichten, die Lehrer hätten den Schülern hilfreiche Tipps fürs Lernen daheim gegeben, Lerntests und Noten gab es auch weiterhin. Dennoch sei es für manche nicht einfach gewesen, sich zu motivieren. Diskussionen darüber, ob das Abitur überhaupt stattfinden kann, machten dies nicht unbedingt besser.

Nicht alle Fragen sind geklärt

„Es ist schwierig, wenn immer wieder alles umgeworfen wird und man nicht weiß, was passiert.“ Doch nicht alle Fragen der Abiturienten sind geklärt. „Einige Themen aus Mathe wurden rausgenommen. Wer diese aber an der Uni braucht, weiß nicht, ob er selber nachlernen muss oder ob es an der Uni unterrichtet wird“, erklärt die 17-Jährige.

Trotz des vielen Präsenzunterrichts mussten die Abiturienten auf vieles verzichten, gerade im außerschulischen Bereich: Mit gemeinsamen, digitalen Kochabenden oder Sportveranstaltungen gab es zwar kleinere Angebote, aber „keinen Ersatz für das Schulleben“.

Lesen Sie auch: Ein Töginger Start-up macht’s möglich: Rechtssichere Unterschrift am Handy

Studienfahrt und Abistreich: gestrichen. Die Abi-Feier in der Dreifach-Turnhalle weniger festlich als im Haus der Kultur: „Das ist aber besser als nichts. „Ich hatte eine tolle Zeit am Gymnasium. Schade, dass es so endet“, sagt sie. Dass vieles nicht so stattfinden konnte wie geplant, bedauert sie. „Blöd, dass wir davon betroffen sind, aber man kann nichts dagegen machen.“ Jetzt will sie motiviert ins Abitur gehen und sich aufs Studium freuen.

Für Anna Mußner soll der Weg nach England führen, wo sie internationale Beziehungen studieren will. Einen Studienplatzzusage hat sie und so wie es aussieht, sollen dort ab Herbst wieder Vorlesungen stattfinden.

Prüfungen unter Corona-Bedingungen

Abstand, Maske, freiwilliger Corona-Test: Der organisatorische Aufwand für die Prüfungen ist dieses Jahr wegen der Pandemie hoch. Die Gymnasien in Mühldorf und Waldkraiburg haben sich entsprechend vorbereitet.

Vergangenes Jahr ist das Ruperti-Gymnasium zu den Abiprüfungen in die Dreifachhalle der Berufsschule ausgewichen, heuer sind die Abiturienten wieder im Haus. Denn ein Raum für alle ist nicht genug. „Es braucht Räume für Getestete, nicht Getestete, Risikopatienten und Quarantäne-Unterbrecher“, erklärt Daniela Raith, Schulleiterin am Ruperti Gymnasium Mühldorf.

Maskenpflicht und ausreichend Abstand

In den einzelnen Räumen gilt Maskenpflicht und ausreichend Abstand. „Wir haben im Vorfeld viele Stunden geplant und getüftelt“, sagt sie. Dazu macht das Ruperti Gymnasium davon Gebrauch, dass die Schüler der Q11 an den Prüfungstagen nicht im Präsenzunterricht sind.

Lesen Sie auch: „Dein Artikel hat mein Abi versaut“: Deutsche Schüler beschimpfen US-Journalist auf Twitter

Die Sicherheitsaspekte spielen heuer eine große Rolle. Vor den Prüfungstagen gibt es am Gymnasium Waldkraiburg für die Abiturienten ein Testangebot an der Schule. Eine Testpflicht für die Prüfungen gibt es allerdings nicht. „Für den Fall eines positiven Corona-Tests hält unser Elternbeiratsvorsitzender Dr. Helmut Rochlitz PCR-Testmöglichkeiten vor, damit bis zum Abend das Ergebnis vorliegt“, sagt Waldkraiburgs Schulleiter Helmut Wittmann. Zudem bleibe die Besetzung der bis acht Prüfungsräume immer gleich.

Kommentare