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Es war einmal

  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Corona – war da was? Am Umgang mit dem Virus zeigt sich, wie schnell Menschen vergessen können.

Manchen scheint es vorzukommen, als liege die Nachricht von Rekordinzidenzwerten bei 700 in Waldkraiburg nicht 50 Tage, sondern 50 Jahre zurück.

Und Erinnerungen an diese nervenaufreibenden Wochen wirken wie Warnrufe aus grauer Vorzeit. Der Bericht von Dr. Reda Agha etwa. Der Waldkraiburger Arzt, der schwer an Corona erkrankt war, hat seine Geschichte öffentlich gemacht. Die Lehren, die er für sich aus seinen Erfahrungen zieht, die könnten sich auch andere zu eigen machen. „Jetzt weiß ich, diese Krankheit kann jeden treffen“, sagt er. Und für ihn steht fest: Sobald das wieder möglich ist, wird er sich impfen lassen. Ein Drittes darf nicht vergessen werden: Das Klinikpersonal, Ärzte, Schwestern, Pfleger, haben Außergewöhnliches für die Patienten geleistet, sind manchmal über sich hinausgewachsen.

Ein Glück, dass sich die Lage entspannt hat, die Infektionszahlen hoffentlich bald einstellig werden und die Intensivstationen nicht mehr von Corona-Patienten belegt sind. Nach den Erfahrungen des Sommers 2020, als sich schon die neue Welle aufbaute, während viele noch dachten, alles sei vorbei, besteht im Sommer 2021 allerdings keine Veranlassung, leichtfertig zu werden und über die Stränge zu schlagen.

Doch Anlass, sich zu freuen, über ein Stück Normalität hier und Lockerung dort, die gibt es. Über die Gaststätten, die wieder draußen und drinnen ihre Gäste bewirten. Und das Stadtmuseum, das wieder geöffnet ist und mit neuem Audioguide erkundet werden kann. Über eine junge Frisörin, die trotz Krise ein neues Geschäft aufmacht. Oder die verstopfte Liszt-Straße in der Früh, weil endlich wieder alle Kinder das Schulzentrum Süd beleben. Oder über die erste Beach Bar in der Stadt, die bald für Summerfeeling sorgen soll.

Dass mit dem Anpfiff der Europameisterschaft die ganz große Fußball-Begeisterung wie bei den Sommermärchen seit 2006 noch nicht ausbrechen will, egal. Einerlei, ob Corona schuld ist, oder der Fußball selbst, weil er vom Virus Gier untherapierbar infiziert ist. Freuen wir uns an den Spielen. An schönen Toren und Außenseitersiegen. Top-Favorit sind die Deutschen diesmal ja nicht. Und feiern wir mit Bedacht und Rücksicht. Damit sich an Corona bald – ganz zu Recht – niemand mehr erinnern kann. Es war einmal...

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