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Einer, der die Menschen mag

Seit 15 Jahren in Waldkraiburg: Pfarrer Lars Schmidt auf erste Pfarrstelle eingeführt

Dekan Peter Bertram führt Lars Schmidt (links) in die erste Pfarrstelle ein.
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Dekan Peter Bertram führt Lars Schmidt (links) in die erste Pfarrstelle ein.
  • Erika Fischer
    VonErika Fischer
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Seit 15 Jahren ist Lars Schmidt evangelischer Seelsorger in Waldkraiburg. Jetzt hat er die 1. Pfarrstelle übernommen und wurde kürzlich offiziell in seine neue Aufgabe eingeführt. Es wurde zur harmonischen Familienfeier.

Waldkraiburg – Sie wurde zur denkwürdigen, harmonischen Familienfeier, die Einführung von Pfarrer Lars Schmidt auf die erste Pfarrstelle in der evangelischen Kirchengemeinde Waldkraiburgs.

Familie Schmidt mit Nadine, Elia, Nele und Lars (von links), wird von Dekan Peter Bertram beglückwünscht.

„Der Neue ist seit fünf Vakanzen altbekannt und so passt der Wochenspruch in doppelter Hinsicht“, begann Joachim Grytzyk die Messfeier: „ Steht auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht!“ Dies geschah anschließend durch die Überreichung der Urkunde an Pfarrer Lars Schmidt durch Dekan Peter Bertram. Sie bestätigt, dass er am 1. August 2021 mit der ersten Pfarrstelle betraut worden war.

Berliner ist in Bayern angekommen

„Ein Berliner ist in Bayern angekommen und ging so den umgekehrten Weg wie Theologieprofessor Ernst Lange, gebürtiger Münchner, der in Berlin landete und in seiner glaubens- und weltorientierten Haltung sehr an dich erinnert“, richtete sich der Dekan in seinen Worten an Lars Schmidt, „aber die beste Qualifikation hilft dem Pfarrer nichts, wenn er die Menschen nicht mag. Du aber bist herzlich und offen, gehst auf die Menschen zu.“

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Nach seinem Studium in Berlin und München fand Lars Schmidt erste Dienststellen in Herrsching und der Landeshauptstadt, von denen ihm immer hohe Motivation, menschliche Wärme und Natürlichkeit bestätigt worden seien. Tageweise habe er sogar einen Nebenjob in einer Weinhandlung angenommen, woher wohl seine Vorliebe für einen guten Tropfen rühre, so der Dekan. „Deine Mutter, deine Frau Nadine und die Kinder Elia und Nele – ihr verkörpert gleichsam unseren biblischen Wochenspruch. Deshalb schaut auf euren Pfarrer!“, forderte Bertram die Gemeinde auf, was von den Versammelten mit kräftigem Beifall bejaht wurde.

Im Anschluss stellte Pfarrer Schmidt die drei Menschen vor, die er sich als Assistentinnen gewählt hat und die ihm ihre Mithilfe durch Handauflegen versprachen: Beate Moser, Vertrauensfrau des Kirchenvorstands, Brigitte Dießner vom Frauenkreis und seine Ehefrau Nadine.

Nadine Schmidt (von links), Brigitte Dießner und Beate Moser beim Handauflegen.

In seiner Predigt ging er von der Frage aus, ob das alljährliche adventliche Ritual nicht allmählich langweilig werde und kam zu dem Schluss: „Wir brauchen einen Erlöser, einen Gott, der wohltut denen, die auf ihn hören, obwohl ihn noch keiner gesehen hat.“ Seine Gemeinde sei ein wesentlicher Grund, warum er diese Aufgabe übernommen habe, gerade in den zerrissenen Corona- Zeiten.

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Bei den anschließenden Grußworten ermutigte stellvertretender Landrat Richard Fischer den Pfarrer, dass er sich sicher auf viele helfende Hände verlassen könne, ob bei Verwaltungsaufgaben, dem Energieprogramm ‚Grüner Gockel‘ oder der Ökumene. „Obwohl der Wein-Jahrgang 1956 kein guter war: Bei Ihnen, im gleichen Jahr geboren, ist das Gegenteil der Fall!“ Bürgermeister Robert Pötzsch stellte heraus, dass er und Lars Schmidt eng mit der Stadt verwurzelt seien. Sie sind zwar beide in Berlin geboren, bräuchten aber heute beide immer wieder die Zustimmung und Mithilfe ihrer Gemeindemitglieder.

Gegenseitiges Halten ist notwendig

„Deshalb habe ich von meinem 80 Meter langen Bergseil zwei Meter abgeschnitten und Ihnen mitgebracht. Gegenseitiges Halten ist notwendig, aber auch sicher, denn das Seil reißt normalerweise nicht. Wir bilden also eine gute Seilschaft!“

Nachdem Beate Moser den Vornamen von Pfarrer Schmidt in Einzelbuchstaben zerlegt und mit seinen guten Eigenschaften belegt hatte, folgten die Grußworte von Gemeindeassistentin Sandra Großmann von der katholischen Kirche und des Töginger evangelischen Pfarrers Johannes Klüter. Die Band ‚Salz‘ setzte mit ihrem ‚Oh happy day‘ den passenden Schlussakkord.

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